Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Bullen senden ein Lebenszeichen

Die Unterstützung hat gehalten. Zumindest vorerst. Gestern hat der Goldpreis ein Lebenszeichen gesendet. Nachdem die Notierung im frühen Handel bis auf unter 1.185 Dollar abgerutscht war, drehte der Goldpreis anschließend nach oben und eroberte die Marke von 1.200 Dollar zurück. Entwarnung kann dennoch nicht gegeben werden.

Dass die Bullen die wichtige Unterstützung bei 1.181 Dollar nicht kampflos hergeben würden, war zu erwarten. Dennoch: Das Chartbild bleibt mehr als angespannt. Erst mit einem Ausbruch über die Marke von 1.242 Dollar würde sich die Lage deutlicher entspannen. Kurzfristig bleiben jedoch die Bären am Drücker. Anleger sollten damit rechnen, dass noch einmal ein Angriff auf die Marke von 1.181 Dollar erfolgen wird. Und auch ein Ausbruch unter diese Marke ist nicht ausgeschlossen.

Extremer Pessimismus
Dennoch besteht Hoffnung für die Goldbullen: Die Stimmung für Gold ist derzeit extrem pessimistisch. Das Internetportal kitco.com hat in einer wöchentlichen Umfrage ermittelt, dass nur noch 26,9 Prozent der Befragten in der laufenden Woche mit steigenden Kursen bei Gold rechnen – 61,5 Prozent sind mittlerweile ins bärische Lager abgewandert. Und zur Erinnerung: Bei kitco handelt es sich um ein Portal, das vor allem von Goldanlegern genutzt wird. Zudem berichtet die deutsche Internetseite goldseiten.de, dass der Hulbert Gold Newsletter Sentiment Index mittlerweile auf den zweitniedrigsten Stand der vergangenen 30 Jahre gefallen ist. Einen ähnlich niedrigen Stand gab es nur im Juni vergangenen Jahres – und damals setzte anschließend eine Rallye über 200 Dollar ein.

Die Analysten von Sterne Agee haben sich in der Zwischenzeit zu Wort gemeldet und eine Goldpreisprognose für das kommende Jahr ausgegeben. Michael Dudas und Satyadeep Jain rechnen damit, dass Gold im kommenden Jahr im Durchschnitt bei 1.400 und im darauffolgenden Jahr bei 1.450 Dollar notieren wird. Auch sie berufen sich auf die extrem schlechte Stimmung bei Gold. Die beiden Analysten argumentieren auch, dass der Dollar mittlerweile überkauft sei. Damit stehen sie allerdings derzeit ziemlich allein da. Fast alle Analysten rechnen mit weiter fallenden Goldpreisen – und so ganz nebenbei mit einem weiter anziehenden Dollar. Goldman Sachs sieht sogar die Parität von Dollar und Euro bis zum Jahr 2017.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Die meistgehasste Rallye

Der Goldpreis steigt und steigt und steigt – dabei soll er das gar nicht. Experten waren sich (wieder einmal) einig, dass die Goldrallye zu Beginn des vergangenen Jahres eine Eintagsfliege gewesen ist. Ein Bärenmarkt-Rallye. Nicht mehr. Doch das Edelmetall hält sich eben nicht an das, was Analysten … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold-Experte Bußler: So geht es jetzt weiter

Das noch junge Jahr 2017 hat die Goldanleger bislang verwöhnt. Gold und vor allem Goldminen sind fulminant ins neue Jahr gestartet. An der Marke von 1.200 Dollar könnten sich die Bullen aber zunächst die Zähne ausbeißen. „Ich gehe von einer kleinen Korrektur in diesem Bereich aus“, sagt Markus … mehr
| Florian Söllner | 1 Kommentar

Bitcoin-Crash: Ist das der Tod?

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin ist seit Jahresbeginn um 30 Prozent in die Knie gegangen. Grund: Die chinesische Zentralbank hat am 11. Januar angekündigt, Bitcoin-Handelsplattformen im ganzen Land genau zu untersuchen. Die Lizenzen werden dahingehend geprüft, ob Kreditgeschäfte oder … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Die einzige Frage, die zählt!

Der Goldpreis hat am Freitag deutlich korrigiert, macht sich aber im heutigen Handel auf, seinen Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Aktuell kämpft das Edelmetall mit der Marke von 1.180 Dollar, einer ehemals wichtigen Unterstützung. Für Anleger stellt sich eigentlich nur eine Frage, die wirklich … mehr