Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold, Barrick & Co: Die Crux an der Geschichte

Nüchtern betrachtet sollten Anleger mit der Entwicklung des Goldpreises eigentlich zufrieden sein. Seit seinem Tief bei 1.050 Dollar Ende 2015 konnte der Goldpreis mittlerweile mehr als 25 Prozent an Wert zulegen. Der Wertzuwachs im vergangenen Jahr war der größte in den vergangenen sieben Jahren gewesen. Dennoch: Gefühlt kommt der Edelmetallsektor nicht von der Stelle. Woran liegt das?

Auffällig sind sicherlich die Goldminenaktien. Die treten nämlich auf der Stelle. 2016 gab es eine riesige Rallye. Viele Goldminenaktien explodierten regelrecht. Mehr als 100 Prozent im ersten Halbjahr waren keine Seltenheit gewesen. Der Goldminen-ETF GDX konnte in den ersten Monaten über 150 Prozent zulegen. Zum Vergleich: Würde der DAX jetzt eine vergleichbare Performance auf das Parkett zaubern, dann müsste der DAX binnen eines halben Jahres von 12.400 Punkten auf 31.000 Punkte zulegen. Das klingt unvorstellbar? Stimmt. Aber genau das ist im ersten Halbjahr bei den Goldminen geschehen.

Eine solche Bewegung ruft in der Regel eine Konsolidierung hervor. Und das ist auch geschehen: Nach dem famosen ersten Halbjahr gerieten die Goldminen im zweiten Halbjahr unter Druck – und seitdem geht es mehr oder minder volatil seitwärts. Diese Seitwärtsbewegung ist aus technischer Sicht noch immer als eine Konsolidierungsbewegung nach dem famosen Anstieg 2016 zu werten. Und es sieht danach aus, ob damit das Fundament für die nächste Rallye gelegt wird.

Zwei vielversprechende Ausbruchszenarien, unter anderem im September 2017, wurden von den Bullen leichtfertig verspielt. Und so müssen sich Anleger noch immer etwas in Geduld üben. Aktuell befinden sich die Goldminen wieder am unteren Ende des Seitwärtstrends. Es wäre nicht ganz ungewöhnlich, wenn sie noch einmal ein tieferes zyklisches Tief generieren würden, bevor der neue Anstieg kommt.

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