Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Ausbruch steht bevor

Die Volatilität nimmt zu: Nachdem der Goldpreis am Donnerstag über zwei Prozent zulegen konnte, legt das Edelmetall am Freitag wieder den Rückwärtsgang ein. Der Ausbruch über die Marke von 1.150 Dollar könnte damit zunächst eine Bullenfalle gewesen sein. Die Bodenbildung scheint jedenfalls im Gange – und der Ausbruch nur noch ein Frage der Zeit.

Der Ausbruch am Donnerstag kam für viele überraschend. Schließlich notierte der Dollar fester und das ist im Allgemeinen ein eher schlechtes Zeichen für die Edelmetalle. Doch offensichtlich hatte der Rebound auch viel mit Short-Eindeckungen zu tun. Anleger haben im Vorfeld der Fed-Entscheidung in der vergangenen Woche Short-Positionen aufgebaut, um von einem möglichen Kurseinbruch bei Gold im Falle einer Zinsanhebung durch die Fed zu profitieren. Als diese ausblieb und kein Druck auf Gold aufkam, haben offensichtlich Spekulanten angefangen, diese Positionen wieder einzudecken. Und als Gold zu steigen begann, sind immer mehr auf den fahrenden Zug aufgesprungen – mit anderen Worten: Was wir am Donnerstag gesehen haben, was ein kleiner Short-Squeeze.

Die Frage ist: Wie geht es weiter? Aus Sicht der Bullen wäre es natürlich wünschenswert, wenn die Marke von 1.150 Dollar und später 1.180 Dollar nachhaltig überwunden werden könnten. Dann würde sich das Chartbild aufhellen. Nach unten sollte jetzt die Marke von 1.120 Dollar verteidigt werden. Bis der Sprung über die 1.150 Dollar gelingt, sollten Anleger am Seitenrand bleiben. Dann könnte eine erste Long-Position aufgebaut werden. Aber auch hier gilt: Mit Stopps arbeiten. Der Goldchart hat in der jüngeren Vergangenheit reihenweise Fehlsignale generiert.

 

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