Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Auf dem Weg zurück zur Nummer 1

Der Goldpreis kann sich langsam stabilisieren. Allerdings ist es noch zu früh, Entwarnung zu geben. Nach wie vor gehen viele Experten davon aus, dass es noch einmal zu einem Abverkauf kommen wird. Auslöser, könnte ein deflationärer Schock ähnlich wie 2008 sein. Auch damals, nach der Pleite der US-Bank Lehman fiel das Edelmetall im Einklang mit den Aktien zurück – um dann noch einmal richtig aufzudrehen.

In den vergangenen Monaten hat die schlechte Performance des Goldpreises dazu geführt, dass Platin das teuerste Edelmetall geworden ist. Die Gründe: Platin hat sich besser entwickelt, da Streiks in den Platin-Minen in Südafrika Sorgen um ein Defizit auf dem Weltmarkt genährt haben. Dazu wird Platin von der Autoindustrie zum Bau von Katalysatoren nachgefragt. Aus diesem Grund war die Nachfrage-Seite relativ konstant. Doch mit dem Ende der Streiks und den Sorgen um die Verfassung der Weltkonjunktur geriet auch der Platinpreis unter Druck. Beide Edelmetalle notieren jetzt im Bereich von 1.240 Dollar. Die Chancen stehen gut, dass Gold bald wieder teurer als Platin sein wird.

Mr. DAX gibt keine Entwarnung

Dennoch sieht beispielsweise Mr. DAX im Interview mit dem Deutschen Anlegerfernsehen DAF auch bei Gold den Boden noch nicht erreicht. Seiner Ansicht nach könnte der eingangs erwähnte deflationäre Schock dafür sorgen, dass auch der Goldpreis noch einmal unter Druck gerät. Er rät Anlegern daher dazu, ihre Positionen abzusichern.

DER AKTIONÄR sieht dies grundsätzlich genauso: Ein deflationärer Schock dürfte Gold kurzzeitig gemeinsam mit allen anderen Asset-Klassen noch einmal unter Druck setzen. Allerdings bedeutet Deflation vor allem, dass Cash alle anderen Anlageklassen outperformt. Und da Gold in den Augen vieler Anleger vor allem eines ist, nämlich ein Zahlungsmittel, dürfte Gold sich auf mittlere Sicht im Fall einer Deflation besser entwickeln. Goldbullen dürften also weiterhin hoffen, dass das Schlimmste mittlerweile überstanden ist.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Die Streckfolter geht weiter

Die Bullen haben nur kurz Oberwasser gehabt. Bis zur wichtigen Marke von 1.295 Dollar lief der Goldpreis - nur um dann gleich wieder eingebremst zu werden. „Inzwischen richten sich die Blicke wieder nach unten auf die Marke von 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. „Vor allem Silber bereitet Sorgen.“ mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Achten Sie auf diese Marken

Gold sendet ein leichtes Lebenszeichen und arbeitet sich im wahrsten Sinne des Wortes nach oben. Aktuell kämpft das Edelmetall mit der wichtigen Marke von 1.295 Dollar. Hier war in den vergangenen Tagen und Wochen Endstation gewesen. Die Frage ist: gelingt dieses Mal der Ausbruch? mehr
| Markus Bußler | 1 Kommentar

Gold wird nie wieder steigen!

Aus und vorbei: Gold wird nie wieder steigen. Und eines ist sicher: Aktien werden ewig steigen und nie wieder zurückkommen. Diese beiden Grundsätze scheinen derzeit in Stein gemeißelt zu sein und sich mehr und mehr unter den Anlegern breit zu machen. Doch Märkte verlaufen in Zyklen. Die immer … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Uran + Lithium = Viel Fantasie?

Der Goldpreis tritt weiter auf der Stelle. Das Edelmetall scheint bei 1.280 Dollar sein Niveau gefunden zu haben. „Damit bleibt alles beim Alten. Wichtig ist die Unterstützung bei 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. Auch beim Silberpreis hat sich in der vergangenen Woche vergleichsweise wenig getan. … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Bei Uran spielt die Musik

Der Goldpreis sucht weiter eine Richtung. In den vergangenen Wochen tritt das Edelmetall praktisch auf der Stelle. Die wichtige Unterstützung bei 1.260 Dollar hat bislang gehalten. „Im Moment gibt es keinen Grund, die Long- oder Shortseite aggressiv zu spielen“, sagt Markus Bußler. Die Musik spiele … mehr