Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Alle zittern vor der Fed! Warum eigentlich?

Nur noch wenige Stunden, dann ist es soweit: Die Fed wird am morgigen Mittwoch ihre Zinsentscheidung bekannt geben. Und der Markt geht mit einer fast 100-prozentigen Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Zinsen in den USA zum zweiten Mal in den vergangenen zehn Jahren wieder steigen werden.

Der Goldpreis geriet bereits in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich unter Druck. Dabei war es nicht allein die Aussicht auf steigende Zinsen, die das Edelmetall belasteten. Vielmehr war es ein Mix aus einem steigenden Dollar, steigenden Renditen bei US-Anleihen und einem haussierenden Aktienmarkt. Aber streng genommen bauen diese Bausteine auch aufeinander auf. Analysten gehen (wieder einmal) davon aus, dass die Zinsanhebung am kommenden Mittwoch Gold noch einmal deutlich belasten dürfte.

Forecaster sieht Gold unter 1.000 Dollar

Hier passt es natürlich ins Bild, dass Forecaster Martin Armstrong den Goldpreis auf unter 1.000 Dollar fallen sieht. Seine Begründung ist allerdings etwas anders: Er sieht ein Goldverbot in Indien heraufziehen. Und auch in Europa soll das nicht mehr fern sein. Mit anderen Worten: Die Stimmung ist wieder einmal schlecht für Gold. Eine ähnliche Konstellation hatten wir vor ziemlich genau einem Jahr: Auch damals war die Stimmung am Boden, auch damals stand die Zinsanhebung der Fed an. Doch anschließend stieg der Goldpreis wieder.

Wiederholt sich die Geschichte? Sicherlich ist diesmal einiges anders: Die Renditen der Anleihen steigen wie an der Schnur gezogen nach oben. Von daher sollten sich Anleger davor hüten, die Situation eins zu eins zu übertragen. Dennoch ist die Angst vor der Fed übertrieben. Die US-Notenbank dürfte kein allzu großes Interesse an einem weiter steigenden Dollar und weiter steigenden Anleiherenditen haben und vermutlich eher moderate Töne in ihrem Ausblick anschlagen. Und das könnte tatsächlich dem Goldpreis gefallen.

 


 

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