Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Abwärts, weil …

Der Goldpreis hat gestern im US-Handel deutlich an Boden verloren. Die Suche nach möglichen Gründen für den größten Kursrutsch an einem Tag innerhalb der letzten sechs Wochen gestaltet sich schwierig. In den USA mutmaßt man, dass die Zahlen zu den Hausverkäufen an dem Kursrutsch schuld sein sollen.


Der starke Häusermarkt hat angeblich wieder die Zinsfantasie in den USA angeheizt. Demnach könnten die Zinsen schon im Juni steigen. Dieses Thema hatte der Markt eigentlich nach hintern vertagt, nachdem der jüngste Arbeitsmarktbericht eher schwach ausgefallen war. Deshalb hatten viele Analysten, die den Zinsschritt der US-Notenbank Fed für den Juni erwartete hatten, ihre Meinung geändert und rechnen nun mit einer ersten Zinsanhebung Ende des Jahres.


Wie bereits mehrfach an dieser Stelle geschrieben: Der Goldpreis korreliert vor allem mit der Erwartung steigender Zinsen. Steigende Zinsen selbst – das hat nicht zuletzt das erste Jahrzehnt in diesem Jahrhundert gezeigt – müssen nicht zwangsläufig schlecht für den Goldpreis sein. Deshalb ist es durchaus vorstellbar, dass der Goldpreis sein zyklisches Tief mit dem ersten Zinsschritt ausbilden wird, um anschließend zu steigen. Zur Erinnerung: Auch die Wochen bevor die US-Notenbank aus ihrer lockeren Geldpolitik ausstieg fiel der Goldpreis. Als Tapering dann endlich begann, stieg das Edelmetall. Es könnte also eine „sell the rumor buy the fact“-Mentalität einsetzen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Eine Bullenfalle – oder doch nicht?

Der Goldpreis kämpft nach wie vor mit dem Widerstandsbereich zwischen 1.200 und 1.220 Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben gelang bislang nicht. Und es mehren sich die Stimmen, dass die Bewegung seit Weihnachten nur eine Bullenfalle gewesen ist. Doch so schlecht stehen die Chancen der Bullen … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Die große Trump-Show

Der Goldpreis pendelt lustlos um die Marke von 1.200 Dollar. Das ist wenig verwunderlich, der Goldpreis, Goldminenaktien und Goldminen-Indices sind fast gleichzeitig auf wichtige Widerstände gestoßen. Die Blicke richten sich heute ohnehin mehr auf die USA und die Amtseinführung Donalds Trump. „Aber … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Die meistgehasste Rallye

Der Goldpreis steigt und steigt und steigt – dabei soll er das gar nicht. Experten waren sich (wieder einmal) einig, dass die Goldrallye zu Beginn des vergangenen Jahres eine Eintagsfliege gewesen ist. Ein Bärenmarkt-Rallye. Nicht mehr. Doch das Edelmetall hält sich eben nicht an das, was Analysten … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold-Experte Bußler: So geht es jetzt weiter

Das noch junge Jahr 2017 hat die Goldanleger bislang verwöhnt. Gold und vor allem Goldminen sind fulminant ins neue Jahr gestartet. An der Marke von 1.200 Dollar könnten sich die Bullen aber zunächst die Zähne ausbeißen. „Ich gehe von einer kleinen Korrektur in diesem Bereich aus“, sagt Markus … mehr
| Florian Söllner | 1 Kommentar

Bitcoin-Crash: Ist das der Tod?

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin ist seit Jahresbeginn um 30 Prozent in die Knie gegangen. Grund: Die chinesische Zentralbank hat am 11. Januar angekündigt, Bitcoin-Handelsplattformen im ganzen Land genau zu untersuchen. Die Lizenzen werden dahingehend geprüft, ob Kreditgeschäfte oder … mehr