- Alfred Maydorn - Redakteur

Gold: Absturz auf 900 Dollar, dann neue Höchstkurse

Nach einer zwischenzeitlichen Erholung befindet sich der Goldpreis seit einigen Tagen wieder unter Druck und notiert deutlich unter 1.400 Dollar. Ein australischer Gold-Analyst prognostiziert eine Fortsetzung der Korrektur in Richtung 900 Dollar.

Der Goldpreis ist mit 1.372 Dollar pro Feinunze wieder deutlich unter die Marke von 1.400 Dollar gerutscht. Der seit Tagen anhaltende Verkaufsdruck hat sich am Donnerstag verschärft. Das Mitte April erreichte Jahrestief von 1.321 Dollar ist mittlerweile wieder in greifbarer Nähe.

Der Goldpreis leidet vor allem unter dem starken Dollar. Auch starke Käufe aus China haben den Preisverfall am Donnerstag nicht stoppen können. Der australische Goldanalyst Neil Charnock erwartet in den nächsten Monaten noch weitaus tiefere Notierungen. Die laufende Korrektur könne den Preis noch auf 1.100 Dollar drücken, vielleicht sogar auf 900 Dollar.

Probleme für Goldminen

„Wir befinden uns in einer größeren Korrektur, die noch 12 bis 18 Monate andauern könnte", erwartet Charnock. Dann sei eine scharfe Erholung des Preises möglich, die den Goldpreis auf neue Höchststände bringen könnte, so Charnock weiter. Zwischenzeitlich würden aber viele Goldminen aufgrund ihrer hohen Produktionskosten in echte Schwierigkeiten kommen.

Angeschlagene Charttechnik

Charttechnisch hat sich die Situation beim Goldpreis durch die jüngste Schwäche zuletzt spürbar eingetrübt. Ein Test der Jahrestiefstkurse bei 1.321 Dollar ist durchaus möglich. Sollte diese Unterstützung nicht halten, sind weitere Abschläge zu erwarten.

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