Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Absturz!

Der Goldpreis knickt ein – und markiert ein neues Mehrjahrestief. Der Absturz kommt etwas überraschend. Die jüngsten COT-Daten der Comex haben einen derartigen Kursrutsch eigentlich nicht erwarten lassen. Als Gründe müssen daher der stärkere Dollar und die Schwäche in China herhalten. Doch das Muster ähnelt sehr dem Aprilcrash 2013.


Damals war der Goldpreis ebenfalls an einem Freitag, den viele Marktteilnehmer als Brückentag genutzt haben, unter die Marke von 1.500 Dollar gefallen. Stopps wurden ausgelöst, der Kursrutsch beschleunigte sich und binnen weniger Tage kam ein Kursrutsch von mehreren 100 Dollar zu Stande. Und auch diesmal ist der Handel dünn, durch den gestrigen Feiertag sind viele Marktteilnehmer bereits im Wochenende und die Börsen schließen heute um 19 Uhr.

 

EZB-Sitzung + Arbeitsmarkt


Interessant dürfte deshalb vor allem werden, ob der Kursrutsch nun erneut eine Abverkaufswelle in Gang setzt. In der kommenden Woche wartet unter anderem der US-Arbeitsmarktbericht auf die Marktteilnehmer, der könnte noch für zusätzlich Druck sorgen. Damit ist der Tisch eigentlich für die Bären gedeckt. Zumal auch noch am 3. Dezember die EZB-Ratssitzung stattfindet, die den Euro weiter schwächen und den US-Dollar weiter stärken könnte.


Die Marke von 1.000 Dollar scheint eine nahezu magische Anziehungskraft auf den Goldpreis auszuüben. Gut möglich, dass diese Unterstützung schon in der kommenden Woche getestet wird. Wie gesagt: Mit Blick auf die jüngsten Comex-Daten ist dies kaum zu begründen. Doch in einer Phase der Übertreibung nach unten kann ein solcher Kursrutsch nicht ausgeschlossen werden.

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