Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Ab auf die Short-Seite?

Der Goldpreis steht heute erneut unter Druck. Nur mit dem schwachen Euro beziehungsweise dem starken Dollar lässt sich das nicht mehr erklären. Im Moment kämpft der Goldpreis mit der Marke von 1.240 Dollar. Die letzte nennenswerte Unterstützung vor dem Doppelboden bei 1.180 Dollar. Fällt diese Marke, sollten Anleger die Short-Seite in Betracht ziehen.

Wieso der Goldpreis mittags erneut unter Druck geraten ist, lässt sich nur schwer sagen. Es gab wieder einmal auffallend hohe Verkaufsorders auf dem Markt für Papiergold, die den Goldpreis unter Druck gesetzt haben. Aber letztlich ist es für Anleger auch egal. Der Dollar kann nicht mehr als alleinige Begründung herhalten. Die 1.240 Dollar sind eine wichtige Marke. Doch angesichts des Chartbilds darf stark bezweifelt werden, ob der Goldpreis hier wirklich halt findet. Von zentraler Bedeutung ist die Marke von 1.180 Dollar. Hier hat der Goldpreis in der Vergangenheit bereits zweimal gedreht. Blickt man allerdings aus technischer Sicht auf den Goldpreis, so wäre auch ein Rutsch unter diese wichtige Unterstützung möglich. Dann rückt der Bereich von 1.070 bis 1.050 Dollar in den Blick der Anleger.

Die Strategie: Minenaktien würden in diesem Fall deutlich unter Druck geraten. Deshalb sollten alle Positionen mit einem Stoppkurs abgesichert sein. Auch wenn man das eine oder andere Mal unglücklich ausgestoppt worden ist. Das Risiko, in einem derartigen Marktumfeld ohne Stoppkurs zu agieren, ist einfach zu groß. Bei physischem Gold raten wir von Panikverkäufen ab, zumal die Verluste in Euro sich noch in Grenzen halten - der Goldpreis ist in Euro weit weniger stark gefallen als in Dollar. Im Derivatebereich kann sich ein Einstieg auf der Shortseite lohnen. Allerdings sollte der Stoppkurs relativ eng gesetzt werden, da es in der Vergangenheit schon mehrfach zu Fehlausbrüchen gekommen ist. Als Derivat bietet sich der Knock-Out der Citigroup mit der WKN CT81EZ an. Der Schein hat einen Hebel von 3,7 und die Knock-Out-Barriere bei 1.581,41 Dollar. Wegen des hohen Risikos sollte nur eine kleine Position eingesetzt werden. Den Stoppkurs setzen wir relativ eng bei 22,50 Euro.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Der Kampf mit dem Dollar

Der Goldpreis steht seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten unter Druck. Im Gegenzug konnte der US-Dollar deutlich zulegen. Getrieben durch steigende Renditen bei US-Staatsanleihen ist die Zinsdifferenz zu anderen Währungsregionen gestiegen. Und das macht die Anlage im US-Dollarraum … mehr
| Markus Bußler | 2 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ist das der neue Bärenmarkt?

Der Goldpreis nähert sich mit großen Schritten dem wohl wichtigsten Bereich in diesem Jahr: 1.180 bis 1.170 Dollar. Hier liegt die zentrale Unterstützung für den Goldpreis. Fällt das Edelmetall darunter, dann würde massiver technischer Schaden entstehen. Wenngleich im Bereich von 1.150 Dollar noch … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Jetzt MÜSSEN die Bullen kontern

Für die Goldbullen sind die wichtigsten Tage des Jahres angebrochen: Es steht der zu Beginn des Jahres angebrochene Aufwärtstrend auf dem Spiel. Die wichtigste Unterstützung liegt zwischen 1.180 und 1.170 Dollar. Fällt der Goldpreis unter diese Unterstützung, trübt sich das Bild für den Goldpreis … mehr
| Markus Bußler | 2 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ein blutiger Donnerstag

Die Trump-Euphorie währte nur kurz. Binnen weniger Stunden drehte der Goldpreis nach der Wahl Donalds Trump zum US-Präsidenten von über vier Prozent Plus ins Minus. Und die Goldminenaktien erlebten ihren schwärzesten Tag seit langen. „Der Sell-off nimmt seinen Lauf“, sagt Markus Bußler. Die … mehr