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- Thomas Bergmann - Redakteur

Gildemeister baut am Turnaround

Gildemeister hat im Geschäftsjahr 2009 mehr verdient als erwartet. Der Ausblick für das erste Quartal 2010 fällt jedoch ernüchternd aus. Mit einer nachhaltigen Erholung wird erst im Jahr 2011 gerechnet.

Der Werkzeugmaschinenhersteller aus Bielefeld hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei einem Umsatz von 1,18 Milliarden Euro ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 32,4 Millionen Euro erzielt. Im Jahr zuvor hatte Gildemeister einen Umsatz von 1,90 Milliarden Euro und ein EBIT von 158,2 Millionen Euro verbucht. Das Nettoergebnis belief sich auf 4,7 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch 81,1 Millionen Euro nach Steuern verdient wurden.

Zahlen gemischt

Mit den Zahlen lag der Konzern zum Teil über den Konsensusschätzungen. Die Während die Umsatzprognose von 1,2 Milliarden Euro verfehlt wurde, verdiente Gildemeister mehr als erwartet. Die Analysten hatten mit einem EBIT in Höhe von 29 Millionen Euro und einem Reingewinn von 2,9 Millionen Euro gerechnet.

Verhaltener Ausblick

"Uns steht ein schweres Jahr bevor", so der Vorstand in seinem Ausblick für 2010. Im ersten Quartal soll der Umsatz deutlich unter dem Vorjahresniveau (327 Millionen Euro) liegen, da sich der Auftragsbestand bei den Werkzeugmaschinen deutlich reduziert hat. Entsprechend wird das Ergebnis vor steuern negativ ausfallen, so in der Unternehmensmeldung von heute Morgen. Erst 2011 sei mit einer "nachhaltigen Erholung" zu rechnen.

Bodenbildung abarten!

Anleger sollten in den ersten Handelsstunden beobachten, ob die Gildemeister-Aktie die 10-Euro-Marke verteidigen kann. Seit dem Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends hat das Papier einen intakten Abwärtstrend ausgebildet. Sollte die Marke von zehn Euro auch noch fallen, würden weitere Verkäufe die Folge sein. Es ist daher ratsam abzuwarten, ob die Aktie in diesem Bereich jetzt wieder nach oben dreht.

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| Michael Schröder | 0 Kommentare

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