Jenoptik
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Gewinnwarnung? Nicht bei Jenoptik

Jenoptik hat ordentliche Zahlen für die ersten neun Monaten 2012 vorgelegt. Stark entwickelt hat sich das Geschäft der Technologiefirma vor allem im Ausland. Das Wachstum soll in den nächsten Jahren weitergehen.

Gleich reihenweise hatten in den letzen Wochen Firmen wie Daimler, Leoni, Singulus oder Aixtron Gewinnwarnungen veröffentlicht. Jenoptik hingegen ist ein Fels in der Brandung. Firmenchef Dr. Michael Mertin stellte schon vorab im Gespräch mit dem AKTIONÄR klar: Die Planung steht. Dies wurde mit den heute vorgelegten Zahlen bestätigt. Beim Umsatz wird 2012 weiterhin ein Wachstum von 5 bis 10 Prozent prognostiziert. Das EBIT sieht der Vorstand zwischen 50 und 55 Millionen Euro. Mertin: "Die Impulse aus der Halbleiterindustrie sind aktuell gering. Solche zyklischen Schwankungen können wir heute jedoch besser ausgleichen als früher."

Interessant ist vor allem der Ausblick auf die nächsten Jahre. Der Jenoptik-Konzern will weiter profitabel wachsen und eine durchschnittliche EBIT-Marge von etwa 9 bis 10 Prozent sowie ein Umsatzwachstum von rund 10 Prozent über die Marktzyklen erreichen.

46 Prozent Wachstum

In den ersten neun Monaten legte der operative Gewinn um 21 Prozent auf 42 Millionen Euro zu. Die EBIT-Marge stieg von 9,1 Prozent im Vorjahreszeitraum auf nun 10,0 Prozent. Dynamisch entwickelt sich Jenoptik vor allem im Ausland. In den Regionen außerhalb Europas erzielte Jenoptik in den ersten neun Monaten 2012 ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 45,7 Prozent. Im laufenden Geschäftsjahr kamen neue Standorte in Brasilien und Singapur hinzu.

Der Auftragsbestand des Jenoptik-Konzerns erhöhte sich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres leicht um 3,1 Prozent auf nunmehr 462 Milionen Euro.

Wertvolle Aktie

Die Jenoptik-Aktie ist wie geschaffen für das aktuelle Marktumfeld: Attraktiv bewertet und relativ unabhängig von konjunkturellen Launen. Das wertvolle Know-how und reichlich vorhandene Wachstumspotenziale im Ausland machen die Technologieaktie zu einem klaren Top-Tipp. Da das Papier in den letzten Tagen weitere zehn Prozent gestiegen und mittlerweile leicht überkauft ist, bietet sich ein schrittweiser Einstieg an.

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