GOME ELEC.APPL.HLDG HD-10
- DER AKTIONÄR

Gewinne made in China

er in China Elektroartikel kaufen möchte, der dürfte rasch auf Gome stoßen. Denn der Anbieter ist der führende Einzelhändler für Haushaltswaren im Land. Ob Mixer, Fernseher, Digitalkameras, Waschmaschinen und was der Dinge mehr sind – Gome hat sie alle und reibt sich die Hände.

Kameras, Fernseher, MP3-Player – mit dem Wohlstand wachsen Konsumwünsche. Gome reibt sich die Hände.

Wer in China Elektroartikel kaufen möchte, der dürfte rasch auf Gome stoßen. Denn der Anbieter ist der führende Einzelhändler für Haushaltswaren im Land. Ob Mixer, Fernseher, Digitalkameras, Waschmaschinen und was der Dinge mehr sind – Gome hat sie alle. Gegründet in Hongkong vom mittlerweile reichsten Mann Chinas, Huang Guangyu, ist der Konzern inzwischen in rund 170 Städten quer durch China vertreten. In mehr als 650 Einzelgeschäften können die Kunden mittlerweile kaufen, was das Zeug hält. Rund 460 Läden sind davon angestammte Gome-Filialen; der Rest sind Geschäfte des früheren Konkurrenten China Paradise, den Gome im vergangenen Jahr übernommen hat.

Verkaufsschlager TVs und Kameras

Die konsumhungrige Kundschaft lässt sich nicht lange bitten. So hat neben der Übernahme von China Paradise vor allem die stark wachsende Nachfrage nach Kameras und Fernsehern den Umsatz kräftig angekurbelt. Im ersten Halbjahr 2007 haben die Verkaufszahlen insgesamt gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um mehr als 70 Prozent auf umgerechnet rund zwei Milliarden Euro zugelegt. Der Nettogewinn ist um 15 Prozent auf 36,7 Millionen Euro gestiegen.

Damit ist die Decke noch lange nicht erreicht: Für das kommende Jahr rechnen Branchenkenner bei Gome im Durchschnitt mit einem Gewinnanstieg von mehr als 30 Prozent, für 2009 von immerhin noch 16 Prozent, wahrscheinlich eher mehr. Bis 2008 will Konzernchef Huang das Gome-Imperium auf 800 Läden aufstocken und den Marktanteil von derzeit einstelliger Prozentzahl auf 15 Prozent hochschrauben. In den nächsten fünf Jahren sollen es 20 Prozent werden.

Riesenvorteil Marktkenntnis

Huang ist sich sicher, dass seine Wachstumsstrategie und damit auch seine Abwehr ausländischer Konkurrenz aufgeht. Denn wegen seiner genauen Kenntnis von Chinas Kultur und Geschäftsgebahren und seiner rund 20-jährigen Branchenerfahrung vor Ort sieht sich der Gome-Boss für die nächsten Jahre vor ausländischen Elektroanbietern wie der US-Kette Best Buy gefeit.

Im Gegenteil, wo ausländische Anbieter ihm nutzen können, zieht Huang sie im großen Stil mit ins Boot: Vor Kurzem hat der Konzern etwa mit dem US-Computerhersteller Dell und dem Softwaregiganten Microsoft Vertriebsabkommen geschlossen.

Fazit

Der Wirtschaftsaufstieg Chinas geht einher mit wachsendem Wohlstand und steigenden Konsumwünschen im Land. Ob Kameras, Mixer, Waschmaschinen oder Computer – Elekrohändler wie Gome Electrical Appliances bieten vieles, was das Konsumentenherz begehrt. Mit einem aktuellen KGV von 24 für 2008 ist die Gome-Aktie zwar nicht mehr ganz billig. Doch das starke Gewinnwachstum und die weiterhin kräftige Nachfrage rechtfertigen die Bewertung.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 46/2007.

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