Balda
von Jochen Kauper - Redakteur

Gerüchte sorgen für Kurssprung bei Balda

Die Aktie des High-Tech Konzerns Balda machte am Freitag im Verlauf des Handels mit einem Kurssprung auf sich aufmerksam. Gerüchten zu folge hat der Konzern aus Bad Oeynhausen erste Anteile seiner TPK-Beteiligung verkauft.

Das Dementi folgte umgehend. Der Technologiekonzern Balda hält weiterhin an seiner taiwanesischen Beteiligung TPK fest. Im Verkauf des Handels waren Gerüchte aufgekommnen, der Konzern aus Bad Oeynhausen habe sich von rund 9,5 Millionen TPK-Aktien getrennt. „Balda hat das notwendige Filing bei der Börse von Taiwan zum Verkauf von TPK-Aktien aufgrund der aktuellen Volatilität des Marktes und des derzeitigen Marktpreises nicht angemeldet", so heißt es aus dem Unternehmen. Demnach wird Balda die Marktsituation weiter beobachten und sich über einen Teilverkauf des Anteils an TPK eng abstimmen.

Tafelsilber wird verkauft

Dass Balda sein Tafelsilber verkaufen will, ist kein Wunder. „Seit dem Börsengang Ende Oktober 2010 bewegte sich der Wert der Beteiligung von Balda an TPK konstant auf einem hohen Niveau. Damit ist Balda erfreulicherweise ein erheblicher Vermögenswert zugewachsen", so Balda Vorstand Rainer Mohr. Bereits im April hatte Balda-Vorstand Mohr mitgeteilt, den TPK-Anteil in einem günstigen Börsenumfeld reduzieren zu wollen. Ein Teil des Erlöses sollte dann an die Aktionäre ausgeschüttet werden. „Der Verkauf von rund einem Viertel des Anteils lasse auf eine Sonderdividende hoffen. Der Wert des Anteils an TPK übersteigt ohnehin den Marktwert von Balda bei weitem, und wenn dieser nun verkauft wird, sollte sich diese Wertdifferenz abbauen", so ein Händler.

Neuer Angriff

Ende des ersten Halbjahres hatte die Balda-Beteiligung am taiwanesischen Touchscreen -Hersteller TPK einen Wert von 757,3 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die komplette Marktkapitalisierung von Balda  beträgt lediglich 400 Millionen Euro. Die Balda-Aktie könnte bei rund sechs Euro einen Boden ausgebildet haben. Nach dem Kurssprung sollten Anleger auf jeden Fall eine Konsolidierung abwarten. Danach könnte der Weg zu alten Höhen bei rund zehn Euro wieder frei sein.

| Michael Schröder | 0 Kommentare

Balda-Aktie: Das sieht nicht gut aus

DER AKTIONÄR hat es bereits gestern Abend berichtet: Balda hat mit sofortiger Wirkung seinen Chef vor die Tür gesetzt. Der Hersteller von Kunststoffprodukten hat zudem eine Prüfung der Umstände des Erwerbs der US-amerikanischen Beteiligungen und weiterer Geschäftsvorfälle angekündigt. Die SDAX-Aktie steht seitdem kräftig unter Druck. mehr
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