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Genentech – Dem Krebs keine Chance

Das Biotech-Schwergewicht Genentech präsentierte gleich zu Beginn der Earnings Season glänzende Quartalszahlen - und setzt mit der Anhebung der Jahresprognose noch einen oben drauf.

Das Biotech-Schwergewicht Genentech präsentierte gleich zu Beginn der Earnings Season glänzende Quartalszahlen - und setzt mit der Anhebung der Jahresprognose noch einen oben drauf.

Von Steffen Eidam

Wenn es um die Bekanntgabe der Quartalszahlen geht, stellt sich Genentech immer ganz vorne an. Das ist gut für die Stimmung, denn wie schon so oft in der Vergangenheit, hat das zweitgrößte Biotech-Unternehmen auch dieses mal glänzende Zahlen präsentiert und somit für einen freundlichen Start in die Earnings Season gesorgt. Die Amerikaner übertrafen die Expertenprognosen sowohl beim Umsatz als auch beim Nettoergebnis deutlich. Jetzt traut sich Genentech auch auf Jahresbasis mehr zu.

Locker über die Latte

Die aus San Francisco stammende Gesellschaftt konnte im dritten Quartal den Umsatz um 46 Prozent auf 1,75 Milliarden Dollar steigern (Prognose: 1,64 Milliarden Dollar), davon entfallen 1,45 Milliarden Dollar auf Medikamentenerlöse. Der Nettogewinn kletterte um 56 Prozent auf 359,4 Millionen Dollar oder 33 Cents je Aktie. Auf Proforma-Basis sei das Ergebnis je Aktie von 0,24 Dollar auf 0,35 Dollar gestiegen (Prognose: 0,30 Dollar). Für das ganze Jahr rechnet der Konzern nun mit einem Wachstum von 50 Prozent, was einem Gewinn von 1,25 Dollar je Aktie entspricht. Bislang war eine Steigerung von 35 Prozent im Gespräch.

Lukrative Krebsmedikamente

Als eine wichtige Säule für Genentech hat sich Avastin herauskristallisiert. Der neuartige Antikörper gegen Dickdarmkrebs erlöste im Zeitraum Juli bis September 325,2 Millionen Dollar - das sind rund 78 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch mehr erlöste die Gesellschaft mit Rituxan: 456 Millionen Dollar (+ 16 Prozent). Ein sattes Plus von 70 Prozent auf 215 Millionen Dollar spielte das Brustkrebsmedikament Herceptin ein. Lediglich die Einnahmen beim Lungenkrebsmittel Tarceva stagnierten etwa bei 73 Millionen Dollar. Infolge der positiven Entwicklung rechnet Genentech auf Jahresbasis jetzt mit einem Gewinnanstieg von 50 Prozent gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr. Die Genentech-Aktie, die seit Jahresbeginn bereits mehr als 50 Prozent zugelegt hat, gewinnt in den ersten Handelsstunden weitere fünf Prozent hinzu.

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