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Geht Google shoppen?

Zum einjährigen Börsenjubiläum füllt Google seine Kriegskasse auf. Wozu brauchen die Firmen-Gründer Larry Page und Sergey Brin (Foto) sieben Milliarden Dollar? Marktbeobachter spekulieren auf eine Übernahme in China.

Zum einjährigen Börsenjubiläum füllt Google seine Kriegskasse auf. Wozu brauchen die Firmen-Gründer Larry Page und Sergey Brin sieben Milliarden Dollar? Marktbeobachter spekulieren auf eine Übernahme in China.

Von Sebastian Grebe

Ein Jahr nach dem Börsengang hat Google angekündigt, rund 14 Millionen eigener Klasse-A-Aktien auf den Markt zu werfen. Dieses Paket hat einen Wert von bis zu 4,2 Milliarden Dollar. Rechnet man die bestehenden Bargeldreserven von knapp drei Milliarden Dollar mit ein, so wird Google nach dieser Transaktion über eine Kriegskasse von 7,2 Milliarden Dollar verfügen. Nach einhelliger Ansicht von Analysten deutet der Verkauf auf eine geplante Übernahme hin. Scott Kessler, Internetanalyst bei Standard & Poor' s meint: "Ich kann mir im Moment nichts anderes vorstellen, als dass Google mit soviel Geld einen großen Zukauf plant." Auch das Ziel ist bereits ausgemacht: China, genauer gesagt das dortige Google-Pendant Baidu. Die chinesische Suchmaschine ist vor kurzem mit gewaltigem Erfolg an die Börse gegangen. Das Google-Management erklärte jedoch, dass es derzeit keine konkreten Pläne für eine größere Übernahme gäbe. Die Google-Aktie reagierte auf die Meldung mit leichten Verlusten.

Es bleibt spannend

Der Verkauf des Aktienpakets dürfte den Kurs mittelfristig nicht belasten. Spannend ist vielmehr die geplante Verwendung des Geldes. Unabhängig davon bleibt Google "gut aber teuer" und ist somit nur für spekulativ orientierte Anleger interessant.

 

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