Deutsche Bank
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Geheimprojekt der Deutschen Bank: "Rauchender Colt" gefunden

Besinnliche Tage? Nicht für die Juristen der Deutschen Bank. Selten war so viel zu tun wie 2013 und die Probleme scheinen täglich zuzunehmen. Die Deutsche Bank und ihr Ex- Chef Rolf Breuer werden nun im Streit um das Kirch-Medienimperium durch interne Dokumente schwer belastet.  Sueddeutsche.de schreibt: "Unterlagen zufolge gab es Anfang 2002 in der Bank ein Geheimprojekt mit Namen "Barolo", bei dem es darum ging, den Film- und TV-Konzern des Magnaten Leo Kirch aufzuspalten. Große Teile wie die Formel 1 und die Anteile am Springer-Verlag sollten unter Mitwirkung der Bank verkauft werden, um ein Überleben der finanziell angeschlagenen Kirch-Gruppe zu ermöglichen. Die Bank hätte daran gut verdient."

Das stünde offenbar in Widerspruch zu Angaben des Geldinstituts und von Breuer in dem Schadensersatzprozess. Breuer und die Bank hätten behauptet, sie hätten nie vorgehabt, Kirchs Mediengruppe zu zerschlagen, um daran zu verdienen.

Gestern musste die Aktie der Deutschen Bank Neuigkeiten aus den USA verdauen. Die US-Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank gesenkt. Statt mit "stabil" stufen die Analysten die Aussichten für Deutschlands größtes Kreditinstitut nun mit "negativ" ein.

Chance und Risiko

DER AKTIONÄR hält aufgrund der verlgleichsweise günstigen Bewertung – das 2014er-KGV liegt bei 9 – an seiner Empfehlung fest. Charttechnisch hat sich die Lage jedoch leicht eingetrübt. Eine Zurückeroberung der 34-Euro-Marke wäre ein wichtiges Signal. Dabeibleiben, aber Stoppkurs bei 29,00 Euro beachten!

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Deshalb dreht die Aktie auf

Die AKtie der Deutschen Bank notierte heute Vormittag wie der Gesamtmarkt im Minus. Doch seit Mittag steigt die Notierung wieder. Was ist das los? Morgan Stanley hat über komplexe Finanzprodukte den Anteil an der Deutschen Bank von 0,47 auf 6,86 Prozent hochgefahren. Aus Finanzkreisen hieß es, dass … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Attacke auf CEO Cryan?

John Cryan hat bei der Deutschen Bank im vergangenen April eine milliardenschwere Kapitalerhöhung durchgeführt und wohl einen Großteil der Rechtsrisiken, die er von seinen Vorgängern geerbt hatte, abgebaut. Doch einigen Großaktionären reicht das nicht, da im ersten Halbjahr 2017 die Erträge der … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: IPO wird konkret

Die Deutsche Bank steckt den Rahmen für den geplanten Teilbörsengang des Tochterunternehmens Deutsche-Asset-Management ab: Die Deutsche Bank selbst könnte laut Handelsblatt der einzige globale Koordinator für den Börsengang werden. Amerikanische Banken sind weitgehend außen vor. mehr