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- Michael Schröder - Redakteur

GEA Group: Frère will’s wieder wissen - so können Anleger zu 100% profitieren!

Anfang August hat sich das Investorengespann bestehend aus dem Belgier Albert Frère und der kanadischen Familie Desmarais bei dem Maschinen- und Anlagenbauer mit gut drei Prozent eingekauft. Laut einer Pflichtmitteilung erwarben sie über die Investmentgesellschaft Oliver Capital ein Aktienpaket von gut drei Prozent. Die MDAX-Aktie legte seitdem rund zehn Prozent an Wert zu.

Frère gilt als langfristiger Investor. „Kein Aktivist, aber ein sehr aktiver Anteilseigner“, heißt es aus Finanzkreisen. Er engagiert sich oft mit kleinen Paketen, sucht im Anschluss den Dialog mit dem Unternehmen und mischt sich auch mal über den Aufsichtsrat in das operative Geschehen ein. Bei dem Sportartikelhersteller Adidas stieg er 2015 mit drei Prozent ein, baute seinen Anteil auf mehr als fünf Prozent aus und positionierte einen Vertreter seiner Beteiligungsgesellschaft Groupe Bruxelles Lambert (GBL) im Kontrollgremium. Bei seinem Einstieg notierte die DAX-Aktie noch bei rund 70 Euro, ehe sich der Kurs bis heute auf 200 Euro vervielfachte.

Viel Hoffnung also für die leidgeprüften GEA-Aktionäre. Der Maschinenbauer musste in den vergangenen zehn Monaten gleich zwei Mal eine Gewinnwarnung aussprechen. Die Glaubwürdigkeit hat gelitten – und deutliche Spuren im Kurs hinterlassen.

Erste Analysten sehen bei dem Technologieunternehmen mit Schwerpunkt Prozesstechnik und Komponenten für anspruchsvolle Produktionsverfahren einen Silberstreif am Horizont. „Nach zwei Gewinnwarnungen in Folge sollte der Aktienkurs inzwischen die meisten negativen Nachrichten einpreisen“, heißt es bei der Société Générale. Es brauche zwar noch Zeit, um bestehende Probleme zu lösen. Dennoch sei die Zeit für einen konstruktiveren Blick auf die Aktie gekommen, insbesondere nach dem Einstieg des belgischen Investors. Die Berenberg sieht durch Frères Beteiligung „ein Zeichen für einen Weg, um Vertrauen zurückzugewinnen“. Ein Austausch des Vorstands ist aber eher unwahrscheinlich – zumal sich GBL-Vorstand Gérard Lamarche und GEA-Chef Jürg Oleas bereits kennen. Beide sitzen im Aufsichtsrat des Baustoff-Riesen LafargeHolcim. Vielmehr dürfte eine langfristige Restrukturierung und eine Erhöhung der Ergebnistransparenz angestrebt werden.

Anleger, die glauben, dass Frère bei der GEA Group an den richtigen Stellschrauben drehen wird, und den Weg mit der Investmentlegende gehen wollen, können neben der Aktie ihrem Depot auch den Optionsschein von der Deutschen Bank mit der WKN DM2E4F beimischen.

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| Dennis Riedl | 0 Kommentare

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