Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom bleibt zuversichtlich

Trotz des aktuell schwierigen Marktumfelds bleibt der Erdgasriese Gazprom zuversichtlich gestimmt: Das Unternehmen erwartet für das laufende Jahr einen neuen Exportrekord in die Länder außerhalb der ehemaligen Sowjetunion – also jene Ländern, die den höchsten Preis für russisches Erdgas bezahlen.

Demnach erwartet Gazprom für 2016 Exporte im Volumen von 163 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Für die Jahre 2017 und 2018 soll sich das Exportvolumen auf jeweils 166 Milliarden Kubikmeter belaufen. Einer der Hauptgründe für den Anstieg ist laut Gazprom die Ostsee-Pipeline Nord Stream. Insgesamt rechnet Gazprom der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge für 2016 mit einem Absatzvolumen von 457 Milliarden Kubikmetern. Indes kommt Gazprom beim Bau der benötigten Infrastruktur für die wichtige Pipeline nach China eigenen Angaben zufolge gut voran.

 

Ein richtig heißes Eisen
Zwar sind die langfristigen Perspektiven für Gazprom gut und die Bewertung mit einem KGV von 3 und einem KBV von 0,3 enorm günstig, dennoch bleiben die Papiere des halbstaatlichen Gasriesen wegen der politischen Risiken und der unter Druck stehenden Energiepreise ausnahmslos für sehr mutige Anleger mit einem langen Atem geeignet.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Ist das nicht zu viel?

Gazprom hat angekündigt, dass bei der anstehenden Reise von Konzernchef Alexej Miller nach China die Pläne für eine zweite Pipeline in das Land konkretisiert werden sollen. Diese zweite, westliche Route könnte langfristig aus strategischer Sicht durchaus sinnvoll sein, kurzfristig überwiegen aber … mehr
| Thorsten Küfner | 1 Kommentar

Gazprom: Das tut weh

Mit der Aktie des Erdgasriesen Gazprom geht es im heutigen Handel merklich bergab. Damit trübt sich auch das zuvor freundliche Chartbild wieder etwas ein. Der Hauptgrund für die schwache Performance des Kurses dürfte vor allem ein kritischer Analystenkommentar aus dem Hause Morgan Stanley sein. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Wird die hohe Verschuldung zum Risiko?

Der weltgrößte Erdgasproduzent Gazprom hat ehrgeizige Pipelinepläne, um seine ohnehin schon enorme Marktmacht in Europa weiter auszubauen. Darüber hinaus will man noch in diesem Jahrzehnt erstmals auch China mit sibirischem Erdgas versorgen. Doch all diese Projekte sind teuer und verschlechtern die … mehr