Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom-Aktie knickt ein: Sorge um die Dividende

Die Ankündigung, wonach halbstaatliche Konzerne wie Gazprom oder Rosneft künftig 50 Prozent ihrer Gewinne ausschütten müssen, hat der Aktie von Gazprom zuletzt erheblichen Rückenwind verliehen. Doch durch eine gerade veröffentlichte Meldung erhält die Euphorie nun einen Dämpfer – und der Kurs sinkt deutlich.

Denn wie der Informationsdienst Bloomberg unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertrauten Person berichtet, hat Gazprom um eine Aufschub für die neue Regelung gebeten. Demnach soll es zumindest für das abgelaufene Jahr einen Aufschub geben. Die Ausschüttung von 50 Prozent des Gewinns solle demnach erst für dieses Jahr gelten, die höhere Dividende dann erst 2017 ausgeschüttet werden. Gazprom wollte sich zu der Meldung bisher noch nicht äußern. Am 19. Mai soll bezüglich dieser Frage wohl endlich Klarheit herrschen – die Aktie knickt aber jetzt schon ein.

Der nächste Beweis
Die volatile Kursentwicklung der Gazprom-Aktie belegt einmal mehr, dass die Papiere ausnahmslos für mutige Anleger geeignet sind. Es dürfte in den kommenden Wochen jedenfalls sehr spannend werden, ob sich der Kreml oder die Gazprom-Führung durchsetzen werden. Wer bereits an Bord ist, bleibt dabei und sichert sein Investment mit einem Stopp bei 3,10 Euro ab.

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