Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Wenig Rückenwind von Putin und Erdogan

Die Aktie von Gazprom konnte gestern und auch in frühen heutigen Handel nur leicht zulegen. Damit erfüllen sich die Hoffnungen einiger Anleger nicht, wonach die Anteile des Erdgasriesen von den Gesprächen der beiden Staatschefs Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan profitieren könnten.

Allerdings kann sich Gazprom berechtigte Hoffnungen machen, dass ein beinahe schon begrabenes Projekt wieder zum Leben erweckt werden könnte. So kündigte Putin an, dass Russland und die Türkei die Wirtschaftsbeziehungen nach Beendigung des Streits nun beherzt vorantreiben wollen: «Wir sollten das vorherige Niveau nicht nur wiederherstellen, sondern übertreffen.» Dabei hatte er vor allem auch die Gaspipeline Turkish Stream im Auge.

Ein heißes Eisen
Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für Gazprom bleiben dank attraktiver Pipeline-Projekte – wobei hier vor allem die neuen Pipelines nach China im Vordergrund stehe dürften – gut. Die Bewertung der Aktie ist enorm günstig und die Dividendenrendite hoch. Wegen der hohen (politischen) Risiken bleibt die Gazprom-Aktie aber nach wie vor ausnahmslos für mutige Anleger geeignet. Der Stopp sollte bei 3,10 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

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Autor: Clenow, Andreas
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Seiten: 304
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Verlag: Börsenbuchverlag
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