Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Jetzt wird es wild ….

Die Fronten zwischen den ehemaligen Partnern Gazprom und Naftogaz verhärten sich weiter. Nachdem der ukrainische Energieversorger nun kürzlich in einem Schiedsverfahren 2,56 Milliarden Dollar als Ausgleich für nicht geliefertes Erdgas zugesprochen bekommen hat, will man noch mehr. Es geht um 20 Milliarden Dollar!

So erklärte Naftogaz-Chef Juri Vitrenko: „Der Preis für den Transit über das ukrainische Territorium wurde seit 2009 um etwa die Hälfte geringer eingeschätzt.“ Demnach soll Gazprom Naftogaz nun weitere 20 Milliarden Dollar zahlen. Das Stockholmer Schiedsgericht, das kürzlich in einer Angelegenheit eine Entscheidung eher zugunsten von Naftogaz getroffen hat, hatte zuletzt die Forderung der Ukrainer zurückgewiesen. Nun soll eine neue Klage eingereicht werden.

Die Chancen, dass Gazprom tatsächlich Naftogaz rückwirkend weitere 20 Milliarden Dollar bezahlen muss, sind sehr gering. Dennoch könnte der Rechtsstreit und die dazugehörigen Auseinandersetzungen, mit dem für den Export nach Westeuropa derzeit immer noch benötigten „Partner“ Gazprom, noch längere Zeit belasten. Nichtsdestotrotz können mutige Anleger bei der Aktie weiterhin zugreifen.

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