Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Das klingt gut

Der Gasnetzbetreiber Thyssengas will enger mit dem russischen Staatskonzern Gazprom kooperieren. "Wir möchten enger mit Gazprom zusammenarbeiten, wie wir es seit Jahrzehnten mit den Niederlanden und Norwegen tun", sagte Thyssengas-Chef Axel Botzenhardt der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Demnach geht es Thyssengas bei der Zusammenarbeit insbesondere um das umstrittene russische Pipelineprojekt Nordstream 2 für Erdgaslieferungen von Sibirien nach Europa. "Unser Ziel ist eine direkte Anbindung an Nordstream 2, um russisches Gas ohne Umwege nach NRW zu transportieren", sagte Botzenhardt. "Hier gehen wir in Vorleistung und bringen unsere eigene Pipeline auf den Weg." Bei Thyssengas laufen die Planungen für eine rund 100 Kilometer lange Verbindung vom niedersächsischen Drohne mit Anbindung an den Speicher Rehden ins westfälische Epe. "Gemeinsam mit Partnern könnten wir rund 300 Millionen Euro in die Verbindung stecken", kündigte Botzenhardt an.

 

Aktie bleibt ein heißes Eisen
Die engere Kooperation mit Thyssengas würde Gazprom natürlich in die Karten spielen und die starke Stellung des Konzerns in Westeuropa weiter festigen. Die Papiere des Erdgasriesen bleiben indes angesichts der politischen Risiken nach wie vor ein heißes Eisen. Die mit einem KGV von 4, einem KBV von 0,3 und einer Dividendenrendite von womöglich mehr als zehn Prozent günstig bewertete Aktie daher nur für mutige Anleger geeignet. Ein Investment sollte mit einem Stopp bei 3,10 Euro abgesichert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

Das kleine Buch der Market Wizards

Autor: Jack D. Schwager
ISBN: 9783864702488
Seiten: 208 Seiten
Erscheinungsdatum: 05. Februar 2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

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