Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Danke China!

Es sind schwere Zeiten für russische Firmen, die sich refinanzieren müssen. Neben den weiterhin bestehenden Sanktionen belastet natürlich auch der schwache Rubelkurs, der Kredite in Fremdwährungen verteuert. Vor diesem Hintergrund hatte man heute im Hauptquartier von Gazprom reichlich Grund zur Freude.

Denn der weltgrößte Erdgasproduzent erhält von der Bank of China einen Kredit in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Zwar machte Gazprom keinerlei Angaben zum Verwendungszweck, Händler gehen allerdings davon aus, dass damit die geplanten Pipelines nach China finanziert werden sollen. Im Zuge der stetig fallenden Energiepreise hatten einige Experten bereits befürchtet, das für Gazprom enorm wichtige Projekt könnte in Schwierigkeiten geraten. Gazprom will sich durch die beiden geplanten Pipelines einen neuen Markt erschließen, der auch endlich wieder zu nachhaltig steigenden Umsätzen und Gewinnen beitragen soll.

Ein richtig heißes Eisen
Wer bei Gazprom investieren will, braucht vor allem Nerven und viel Zeit. Das schwierige Marktumfeld für Rohstoffe sowie die politischen Risiken könnten den Kurs noch einige Zeit lang belasten. Daher sollten ausnahmslos mutige Anleger auf eine Neubewertung der mit einem KBV von 0,3 und einem KGV von 3 extrem günstig bewerteten Aktie wetten.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Lohnt sich hier der Einstieg?

Seit ihrem Tief im Januar hat sich die Aktie des weltgrößten Erdgasproduzenten Gazprom bereits rund 50 Prozent verteuert. Allerdings sind die Anteilscheine des Energieriesen immer noch günstig bewertet. Ob sich hier der Einstieg lohnt, erklärt der Osteuropa-Experte Andreas Männicke im Gespräch mit … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom siegt vor Gericht

Der russische Erdgasriese Gazprom und dessen Aktionäre können sich freuen. Denn ein Gericht hat eine Schadenersatzklage Litauens über knapp 1,5 Milliarden Euro abgelehnt. Wie das litauische Energieministerium erklärte, konnte das Schiedsgericht in Stockholm keine Vertragsverstöße feststellen. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Freude bei Gazprom, Total, Royal Dutch Shell und Co

Die Aktienkurse von Energieriesen wie Royal Dutch Shell, Gazprom oder Total können im heutigen Handel wieder kräftig zulegen. Denn die Ölpreise haben beflügelt von einem schwachen US-Dollar weiter gestiegen. Der Preis für die Nordseesorte Brent war so hoch wie seit über sieben Monaten nicht mehr. mehr