Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom, BASF und E.on machen ernst

Am Freitag haben sich die Energieriesen Gazprom, Shell, OMV, E.on und die BASF-Tochter Wintershall darauf geeinigt, die bereits bestehende Ostsee-Pipeline Nord Stream zu erweitern. Nachdem Gazproms Pläne mit South Stream beerdigt worden sind, ist dies ein klarer Erfolg für den halbstaatlichen russischen Gasriesen.

Gazprom-Manager Alexander Medwedew erklärte: "In Anbetracht des steigenden Gasbedarfs des vereinten Europas wird der Ausbau der Gastransport-Infrastruktur einen Beitrag zur weiteren Verbesserung der sicheren Gasversorgung des europäischen Kontinents leisten." Der BASF-Vorstand Hans-Ulrich Engel sprach von einem "wichtigen Infrastrukturprojekt". Die bestehende Ostsee-Pipeline ist seit dem Jahre 2012 in Betrieb. Die Trasse verfügt über eine Kapazität von 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Nun sollen zwei weitere Stränge gebaut werden, die über eine ähnlich hohe Menge Gas von Russland nach Europa leiten sollen.

Gut für Gazprom
Vor allem für Gazprom ist dieser Meilenstein wichtig, da er dadurch der Absatz im lukrativen westeuropäischen Markt in den kommenden Jahren wieder zulegen könnte. Die enorm günstig bewertete Aktie bleibt aber dennoch wegen der politischen Risiken unverändert ausnahmslos für sehr mutige Anleger geeignet.


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