BMW
- DER AKTIONÄR

Gas geben!

... heißt die Devise bei BMW. Zusammenarbeit von Konkurrenten ist nicht neu. Im Falle der Kooperationsgerüchte um den Autobauer BMW mit dem Erzrivalen Daimler lässt allerdings die Tiefe der Verbindung aufhorchen.

... heißt die Devise bei BMW. Eine Kooperation mit Daimler und strikte Kostensenkung sollen den Autobauer auf Touren bringen.

Zusammenarbeit von Konkurrenten ist nicht neu. Im Falle der Kooperationsgerüchte um den Autobauer BMW mit dem Erzrivalen Daimler lässt allerdings die Tiefe der Verbindung aufhorchen: Unbestätigten Medienberichten zufolge wollen die beiden im Kleinwagensegment nicht nur bei Motoren gemeinsame Sache machen, sondern auch ganze Teile wie Achsen und Lenkungen zusammen entwickeln. Für einen allein käme dies wegen zu geringer Stückzahl bei Kleinautos zu teuer.

Kosten runter, Gewinn rauf

Auch mit strikter Kostensenkung will BMW nach zuletzt eher schwachen Zahlen wettbewerbsfähiger werden. Allein mit Einsparungen will Firmenlenker Norbert Reithofer bis zum Jahr 2012 das Konzernergebnis um rund sechs Milliarden Euro entlasten.
Eine Sparmaßnahme ist dabei der Abbau von Stellen. Dieses Jahr sollen nach Konzernangaben „mehrere tausend“ und nach unbestätigten Presseberichten 8.000 Jobs gestrichen werden – eine Meldung, welche die Börse prompt mit einem Kurssprung der BMW-Aktie honoriert hat.

Feste Zielsetzung

Nach eher schwachen ersten neun Monaten 2007 will Reithofer das Jahresziel von 3,75 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern im Schlussquartal einfahren. Die Umsätze bis einschließlich November lassen hoffen: Besonders der „Mini“ hat kräftige Nachfrage verzeichnet, ebenso die 3er-Reihe. Ein Gutteil der zuvor enttäuschenden Ergebnisse liegt im schwachen Dollar zum Euro und in hohen Rohstoffpreisen begründet – was für BMW und andere Autobauer hierzulande keine böse Überraschung mehr war.

Fazit

Der straffe Sparkurs und die Zusammenarbeit mit Daimler im Kleinwagensegment dürften dem schwächelnden BMW-Konzern und der dümpelnden Aktie neuen Schub geben. Alternativ zur Aktie eignet sich das Bonuszertifikat von BNP Paribas, WKN BN0 FKA, zum Einstieg.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 03/2008.

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| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

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