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Garmin - Wohin geht's?

Die Aktie von Garmin marschiert von einem Hoch zum nächsten. Der Spezialist für GPS-Navigationssysteme rechtfertigt das mit soliden Wachstumsraten - und der Marktführerschaft.

Die Aktie von Garmin marschiert von einem Hoch zum nächsten. Der Spezialist für GPS-Navigationssysteme rechtfertigt das mit soliden Wachstumsraten - und der Marktführerschaft.

Von Sascha Grundmann

Dass man, wenn man mit dem Auto in eine fremde Stadt fährt, heutzutage nicht mehr in den guten, alten Stadtplan schaut, um ans Ziel zu kommen, sondern stattdessen sein Navigationssystem benutzt, ist nicht ungewöhnlich. Allerdings taugt diese Technik nicht nur fürs Auto.

Mit 30 Satelliten zum Ziel

Dass die Nachfrage nach "Navis" für alle möglichen Anwendungen stetig wächst, macht sich etwa beim Marktführer, dem US-Konzern Garmin, bemerkbar: Gegenüber dem ersten Halbjahr 2001 hat Garmin seinen Umsatz in der ersten Hälfte dieses Jahres um 140 Prozent gesteigert. Garmins Produkte arbeiten mit dem Global Positioning System (GPS). Diese Technologie basiert auf rund 30 Satelliten, die vom Orbit aus Signale aussenden, die auf der Erde von entsprechenden Empfangsgeräten ausgewertet werden. Damit kann der Nutzer eines GPS-Gerätes seine Position zentimetergenau bestimmen.

Garmin bietet GPS-Navigationssysteme für nahezu jeden Zweck an, Geräte für Jäger und Trekking-Fans, für Jogger und Radfahrer und für Auto-, LKW- und Motorradfahrer, für Bootssportler wahlweise auch mit Echolot. Darüber hinaus hat das Unternehmen Navigations-Lösungen für die Luftfahrt im Programm. Die Auftragslage ist gut: In der vergangenen Woche gab Garmin bekannt, dass man "Navis" in einige Motorrad-Modelle von Honda einbauen und zudem ein Autopilot-System für ein Raytheon-Flugzeug vermarkten soll.

Neues Allzeithoch

Die Garmin-Aktie hat sich in den vergangenen Monaten hervorragend entwickelt. Seit ihrem Tief im Mai hat die Notierung bereits über 50 Prozent zugelegt und im Zuge dieser Aufwärtsbewegung bei 67,90 Dollar ein neues Allzeithoch markiert. Dennoch: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 auf Basis der Schätzungen für 2006 ist Garmin selbst nach diesem Anstieg noch nicht teuer - schon gar nicht für einen Marktführer. Immerhin beläuft sich der Durchschnitt der eher konservativen Prognosen auf ein ordentliches Wachstum von 14 Prozent von diesem auf das kommende Geschäftsjahr.

Marktführer zum guten Preis

Mit der Garmin-Aktie kaufen Anleger das Papier eines Marktführers in einer Wachstumsbranche. Da erscheint auch ein KGV von 23 durchaus günstig. Anleger, die in Deutschland ordern, sollten angesichts geringer Handelsvolumina streng limitieren oder - noch besser - direkt in den USA handeln.

Artikel aus DER AKTIONÄR (41/05).

 

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