Activision Blizzard
- Benedikt Kaufmann

Gaming-Aktien unter Feuer! Wegducken oder zuschlagen?

Activision Blizzard, Electronic Arts, Nintendo und Take-Two waren in den vergangenen Wochen massiv unter Druck. Den Höhepunkt im Abwärtstrend markierte der heftige Kursrutsch am Mittwoch. DER AKTIONÄR zeigt auf, wo sich jetzt Chancen ergeben.

Activision Blizzard – nur für langfristig orientierte Anleger

Die Aktie des größten westlichen Spieleherstellers hat seit ihrem Hoch Anfang Oktober über zehn Prozent verloren. Die Aktie kratzt aktuell an der 200-Tage-Linie und könnte hier die Trendwende schaffen.

Wer noch nicht investiert ist und eine langfristige Investition im Gaming-Sektor sucht, kann an dieser Stelle einsteigen. Activision Blizzard verfügt über ein starkes Portfolio mit langlebigen Spiele-Krachern. Zeitgleich lässt der Publisher den Mobile-Trend nicht aus dem Blick und bespielt auf breiter Front bereits jetzt den aufkommenden E-Sports-Trend.

Electronic Arts – richtige Unterstützung für Neueinstieg

Drama pur – heißt es aktuell bei Electronic Arts. Enttäuschte Spieler nach unzumutbaren Lootbox-Verkäufen und der Verschiebung von Battlefield V. Daneben hat der Publisher aufgrund seiner kritischen Ingame-Verkäufe bereits die belgische Regierung auf den Plan gerufen, die mittels Gerichten gegen glücksspielähnliche Lootboxen vorgeht.

Tatsächlich hat EA mit den Lootboxen übertrieben – was langfristig nicht nur in Belgien ein Nachspiel haben dürfte. Doch im Abwärtstrend wird übersehen, dass der Spiele-Entwickler über ein attraktives Portfolio verfügt und mit Origin-Access ein interessantes Abo-Modell für seine Spiele auf die Beine gestellt hat.

Die Aktie hat im Abwärtstrend den Stopp des AKTIONÄR bei 90,00 Euro erreicht. Anleger, die der Empfehlung gefolgt sind, nehmen einen Gewinn von 37 Prozent mit. Fällt die Aktie weiter, könnte sich im Bereich von 100 Dollar jedoch ein Neueinstieg anbieten, um auf eine fundamental getriebene Erholung der Aktie im zweiten Halbjahr zu spekulieren. Denn mit einem KGV 20 für das nächste Jahr ist die EA-Aktie im Peergroup-Vergleich der günstigste US-Wert.

Take-Two Interactive – Spekulation könnte sich lohnen

Die Empfehlung des AKTIONÄR von Take-Two Interactive ist voll aufgegangen. Bis die Aktie bei 78,00 Euro ausgestoppt wurde, hat die Aktie in einem Jahr 75 Prozent zugelegt.

Aktuell ist das Papier des kleinen Spieleherstellers jedoch teuer bewertet. Take-Two verfügt über ein KGV von 23 fürs nächste Jahr und ist mit einem hohen Risiko behaftet. Denn viel der künftigen Kursentwicklung hängt vom Erfolg von „Red Dead Redemption 2“ ab.

Hält der Abwärtstrend an, können Anleger jedoch im Bereich der 200-Tage-Linie bei 117 Dollar nach günstigen Kursen fischen. Eine Spekulation auf den Erfolg von „Red Dead Redemption 2“ findet an dieser Stelle eine charttechnische Unterstützung. Die Chancen auf einen potenziellen Verkaufshit stehen angesichts der noch nicht angekündigten PC-Version und einem Online-Modus à la GTA stehen nach Ansicht des AKTIONÄR gut.

Nintendo – günstige Chance im neuen Aufwärtstrend

Nintendo erfreute in den vergangenen Wochen mit positiven Nachrichten die Anleger. Das Erscheinen eines Fortnite-Bundles, der erfolgreiche Start von Switch-Online und mittlerweile bestätigte Gerüchte um eine Neuauflage der Switch-Konsole für 2019 kommen gut an.

Einer gewissen Schwäche im gesamten Spiele-Sektor konnte der japanische Konsolenriese jedoch nicht entkommen. Der frisch ausgebildete Aufwärtstrend ist an der 200-Tage-Linie abgeprallt und führte zu einem Rücksetzer in Richtung 90-Tage-Linie. Im anhaltenden Trend bietet sich an dieser Stelle eine Einstieg- beziehungsweise Nachkaufchance. Langfristig kann Nintendo nicht nur durch das günstige KGV von 16 fürs nächste Jahr überzeugen. Der Traditionalist unter den Spielekonzernen hat mittlerweile erkannt, dass man an den Trends Mobile und Online nicht vorbeikommt – und wurde aktiv. Das bietet Zukunftspotenzial!

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  • Chillside
    Chillside -
    Buy the Dip: Vorallem ActivisionBlizzard und TakeTwo haben vielversprechende Hits, die in Kürze erscheinen werden. Bei EA hingegen wird abermals versucht per in-game Verkäufe Titel wie FIFA komplett auszuschlachten, was gerade bei den Gamern eher weniger gut ankommt (siehe Youtube Videos dazu).

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| Benedikt Kaufmann | 2 Kommentare

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