Heidelberger Druckmaschinen
- Werner Sperber - Redakteur

Fuchs Kapital: Heidelberger Druck mit deutlichem Nachholpotenzial

Fuchs Kapitalanlagen verweisen auf den Trend, Zeitungen, Zeitschriften und Bücher digital zu lesen anstatt in gedruckter Form. Das hat die Firmen in Bedrängnis gebracht, die Druckmaschinen fertigen. Die König & Bauer AG und die Heidelberger Druckmaschinen AG haben die deshalb notwendige Neuaufstellung geschafft. Am Aktienkurs von Heidelberger Druck ist die Trendwende allerdings noch nicht abzusehen; die Notierung hat noch deutliches Nachholpotenzial, denn der Vorstand hat die nötigen Hausaufgaben gemacht.

Als mit der Finanz- und Schuldenkrise die Bestellungen ausgeblieben sind, drohte die Insolvenz. Der Vorstand baute 9.000 der zuvor 20.000 Stellen ab und richtete Heidelberger Druck neu aus, etwa auf Wachstumsmärkte wie den Verpackungsdruck. Der weltweite Verpackungsmarkt wächst aufgrund des steigenden Wohlstands, strengerer Hygienevorschriften und des zunehmenden Internet-Handels mit durchschnittlich vier Prozent pro Jahr.

Heidelberger Druck schaffte so in dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 die Trendwende. Bei einem Umsatz von 2,5 Milliarden Euro verdiente das Unternehmen 28,1 Millionen Euro. Der Vorstand rechnet für die kommenden Jahre mit einem Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent pro anno. Analysten schätzen den Gewinn je Aktie für 2017 auf 0,27 Euro was einem KGV von sehr günstigen 9 entspräche. Fuchs Kapitalanlagen geht deshalb von mittelfristig von einer deutlich steigenden Notierung aus. Langfristig ausgerichtete Anleger sollten jetzt eine erste Position aufbauen und bei möglichen Rücksetzern bis etwa 2,10 Euro nachkaufen. Das Kursziel beträgt 3,30 Euro und der Stop-Loss sollte bei weniger als 1,90 Euro gesetzt werden.

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