MIC
- DER AKTIONÄR

Früher Vogel

Der frühe Vogel fängt den Wurm" - dieser Spruch gilt vor allem an der Börse. Je früher man bei erfolgreichen Unternehmen dabei ist, desto größer sind die Gewinnchancen. Privatanleger können dies jedoch in der Regel nur über Umwege schaffen, etwa durch ein Investment in eine börsennotierte Venture-Capital-Gesellschaft. Seit Oktober 2006 ist mit der Münchener MIC AG eine VC-Firma im Entry Standard gelistet, die einen genaueren Blick wert ist.

Bei der Münchener Venture-Capital-Gesellschaft MIC stehen in den nächsten Wochen gute Nachrichten an, die der Aktie eine Initialzündung geben könnten.

Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – dieser Spruch gilt vor allem an der Börse. Je früher man bei erfolgreichen Unternehmen dabei ist, desto größer sind die Gewinnchancen. Privatanleger können dies jedoch in der Regel nur über Umwege schaffen, etwa durch ein Investment in eine börsennotierte Venture-Capital-Gesellschaft. Seit Oktober 2006 ist mit der Münchener MIC AG eine VC-Firma im Entry Standard gelistet, die einen genaueren Blick wert ist.

Frühzeitig dabei

Die MIC AG beteiligt sich in sehr frühen Unternehmensphasen an Wachstumsunternehmen. In der Regel streben die Münchener Mehrheitsbeteiligungen bei Firmen an, die eine Seed-, Start-up- oder Follow-on-Finanzierung benötigen. Die derzeit zehn Portfoliounternehmen sind schwerpunktmäßig im Kommunikations-, Mikrosystem- und Medizintechnikbereich tätig. Geführt wird das Unternehmen von einer bekannten Größe: Vorstandschef Claus-Georg Müller führte 1999 bereits die ADVA AG erfolgreich an den Neuen Markt.

Neue Beteiligungen

Den Emissionserlös von brutto 1,55 Millionen Euro hat die VC-Gesellschaft schon teilweise investiert und die u-GPS Optics GmbH gegründet. Das Unternehmen ist Spezialist für 3D-Vermessungen mit höchster Genauigkeit in der Größenordnung von 1–5 um. Die Technologie dazu wurde von den Entwicklern Carl Zeiss, Heller und Heidelberger Druck gekauft. Wie MIC-Chef Claus-Georg Müller im Gespräch mit dem AKTIONÄR bekräftigte, soll die Neugründung „möglichst schnell Umsatz und einen eigenen Cashflow generieren“. In Kürze könnte zudem eine weitere Beteiligung gemeldet werden, Details dazu wollte Müller jedoch noch nicht preisgeben. Dafür verriet er, dass zwei der zehn Beteiligungen im Laufe dieses Jahres eine für einen Exit relevante Größe erreichen werden. Dabei handelt es sich um Inheco, die Komponenten zum Heizen und Kühlen von Proben in der Pharmazie, Medizin und Biotechnologie sowie von Elektronikbauteilen produziert und Ficontec, ein Hersteller von Mess- und Montagesysteme für die Mikrosystemtechnik. Beide sind laut Müller Anfang nächsten Jahres „reif für den Exit“.

Fazit

Die MIC-Aktie pendelt derzeit um ihren Emissionspreis von 10,00 Euro. Die anstehenden Neuigkeiten könnten der Aktie die nötige Initialzündung geben. Wenn sich die Portfoliounternehmen wie geplant entwickeln, dürfte deren Nettovermögenswert von aktuell knapp 27 Millionen Euro auf knapp 63 Millionen Euro per Ende 2007 anwachsen, so eine Berechnung von Independent Research. Damit ist MIC eine vielversprechende Depotbeimischung für spekulative Anleger, die frühzeitig bei Erfolgsstories dabei sein wollen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 10/2007.

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