Fresenius
- Marion Schlegel - Redakteurin

Fresenius und Merck KGaA – Analysten heben den Daumen

Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die DAX-Titel Fresenius und Merck KGaA genauer unter die Lupe genommen. Für beide Werte gibt es Kaufempfehlungen. Fresenius hat Kepler von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel von 63 auf 82 Euro angehoben. Es gebe aus seiner Sicht eine mindestens 70-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Medizinkonzern mit der Absage der Übernahme von Akorn juristisch durchkomme, schrieb Analyst Oliver Reinberg in einer Studie. Die Aktie von Fresenius hat sich zuletzt von der 200-Tage-Linie nach oben absetzen können. Die nächste wichtige Hürde ist nun das Jahreshoch bei 70,78 Euro. DER AKTIONÄR bleibt langfristig zuversichtlich bei der Aktie.

Kaufempfehlung auch für Merck

Anlässlich des jährlichen US-Krebskongresses ASCO hat Kepler auch das „Buy“-Rating für Merck KGaA und das Kursziel von 106 Euro bestätigt. Die negative Kursreaktion auf die von Merck präsentierten Studiendaten zum Wirkstoff TGF Beta-Trap sei unangebracht, so Analyst David Evans. Die Aussicht auf eine bedeutende Partnerschaft sollte die Aktie des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns beflügeln.

Zuletzt hat Merck bekannt gegeben, offiziell Nordamerikas erstes BioReliance End-to-End Biodevelopment Center für Arzneimittelhersteller in Burlington, Massachusetts (USA), eröffnet zu haben. Es bietet Leistungen zur Zelllinienentwicklung, die Entwicklung von Upstream- und Downstream-Prozessen sowie die nicht der GMP unterliegende klinische Produktion. „Merck unterstützt alle innovativen Arzneimittelhersteller dabei, lebensverbessernde Arzneimittel und Therapien schneller auf den Markt – und damit zu Patienten – zu bringen“, sagte Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Life Science. Das neue Zentrum von Merck vermittelt praktische Erfahrung und bietet Beratung durch Experten für jede Phase der biotechnologischen Entwicklung und Herstellung, so Merck weiter. „Biotech-Startups wollen ihre Therapien schnell auf den Markt bringen und benötigen hierfür fachliche und finanzielle Unterstützung“, sagte Batra.

Die Merck-Aktie hat zuletzt einen deutlichen Rücksetzer erfahren. Hier ist es wichtig, dass die 200-Tage-Linie möglichst schnell zurückerobert werden kann.

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