Fresenius Medical Care
- Marion Schlegel - Redakteurin

Fresenius Medical Care nimmt Kurs auf Allzeithoch: Prognosen übertroffen

Bei Fresenius läuft es rund. Nach einem starken zweiten Quartal hat der Medizinkonzern für das Gesamtjahr die Gewinnprognosen angehoben. Mit der Ausblickerhöhung erfreute der neue Vorstandschef Stephan Sturm, der bisher Finanzchef war und den Posten Anfang Juli von seinem Vorgänger Ulf Schneider übernahm, die Anleger. Am Morgen stiegen sowohl die Aktien von Fresenius als auch die der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC). Beide Unternehmen hätten im zweiten Quartal etwas besser als erwartet abgeschnitten, lobte ein Händler.

Der Dialyse-Spezialist FMC, der ebenfalls im DAX notiert ist und in US-Dollar bilanziert, legte unter anderem dank Verbesserungen in Nordamerika im zweiten Quartal zu. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 4,42 Milliarden Dollar. Außerdem verzeichnete FMC Kosteneinsparungen. So kletterte der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 17 Prozent auf 641 Millionen Dollar nach oben. Das bereinigte Konzernergebnis stieg um 22 Prozent auf 294 Millionen Dollar.

Damit übertraf der weltgrößte Anbieter von Dialyse-Geräten und -Materialien die Erwartungen der Analysten beim operativen Ergebnis sowie beim Überschuss. Die bisherige Prognose blieb bestehen: Erwartet wird ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von sieben bis zehn Prozent und ein Ergebniswachstum zwischen 15 und 20 Prozent.

Kaufempfehlung bestätigt

Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für FMC nach den Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 94 Euro belassen. Dank des starken Gewinnwachstums im zweiten Quartal sei der Dialysespezialist wieder auf einem guten Weg zu seinen Jahreszielen, erklärte Analyst Tom Jones in einer ersten Einschätzung vom Dienstag. Die Kosten seien unter Kontrolle.

Die Aktie von FMC konnte seit ihrem Zwischentief im Juni zuletzt bereits ordentlich zulegen. Das Papier hat am heutigen Dienstag sogar ein neues Jahreshoch erreicht und befindet sich nur noch um Haaresbreite unter dem Allzeithoch aus dem Jahre 2015. Anleger bleiben bei der Aktie ganz klar weiter investiert.

(Mit Material von dpa-AFX)

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