Fresenius Medical Care
- Marion Schlegel - Redakteurin

Fresenius Medical Care kann wieder punkten – steht der charttechnische Ausbruch bevor?

Einige gute Meldungen haben zuletzt bei der Aktie von Fresenius Medical Care (FMC) für Erholung gesorgt. Zunächst wurde bekannt, dass die geplante Verordnung der US-Gesundheitsbehörde CMS (Centers for Medicare und Medicaid) über finanzielle Zuschüsse zur Krankenversicherung von bedürftigen Dialysepatienten weiter außer Kraft bleibt. Dies hatte zuletzt für Verunsicherung gesorgt, auch wenn nur ein kleiner Teil des US-Geschäfts davon betroffen gewesen wäre. Eine entsprechende einstweilige Verfügung hat das zuständige US-Gericht am Mittwoch erlassen, nachdem Patientenvertreter und Dialyseanbieter, darunter Fresenius Medical Care, in den USA gegen die Verordnung Klage eingereicht hatten. Am 12. Januar hatte das Gericht das Inkrafttreten der Verordnung für zunächst 14 Tage ausgesetzt. Die nun erlassene einstweilige Verfügung bleibt für unbestimmte Zeit bestehen, solange das Gericht diese nicht ändert.

Zudem hat die US-Tochter von FMC eine Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen zwischen Januar 2009 und 15. Februar 2011 erhalten, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Damit endet ein seit März 2014 laufendes Verfahren mit einer gütlichen Einigung mit dem Kriegsveteranen- und dem Justizministerium. Die Nachzahlung wird den Umsatz von FMC im Jahr 2017 um rund 100 Millionen Euro erhöhen, erklärt FMC.

Zukauf in Australien

Und zum Wochenschluss verkündete FMC, dass man das Geschäft in Australien erweitern wird. Das Unternehmen übernimmt die 70-prozentige Mehrheit an Cura, einem führenden Betreiber von Tageskliniken in Australien. Cura wurde 2008 gegründet und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von 127 Millionen Australischen Dollar (rund 87 Millionen Euro). Wie FMC mitteilte, wächst mit Übernahme der Tageskliniken von Cura das Netzwerk von Fresenius Medical Care in Australien auf rund 40 ambulante Einrichtungen. Der Deal soll mit einer Kombination aus Barmitteln und Fremdkapital finanziert werden.

Aus charttechnischer Sicht ist nun wichtig, dass die 200-Tage-Linie wieder überwunden werden kann. Gelingt dies, wäre Luft bis den Bereich von 82 Euro.

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