Fresenius Medical Care
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Fresenius: Starke Zahlen und Dividendenerhöhung

Fresenius kommt ohne Blessuren durch die Krise. Der Medizinkonzern hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem deutlichen Gewinnanstieg abgeschlossen. Unterm Strich verdiente das Unternehmen 514 Millionen Euro, was über der Markterwartung lag. Die Dividende soll nun deutlich steigen.

Der Gesundheitskonzern Fresenius erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 14,2 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 15 Prozent. Das Unternehmen profitiert hierbei von den jüngsten Zukäufen. Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte auf 2,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,7 Milliarden Euro). In allen Geschäftsbreichen wurden trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen neue Bestwerte erreicht.

Dialysegeschäft boomt

Die ebenfalls im deutschen Leitindex DAX gelistete Tochter FMC (Fresenius Medical Care) verbuchte 2009 einen überraschend hohen Überschuss von 891 Millionen Euro und trug einen Großteil zu Ergebnis und Umsatz der Gruppe bei. Der Erlöse des weltgrößten Anbieters von Dialyse-Produkten und Dialyse-Dienstleistungen legte um sechs Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar zu. Die Aktionäre will Fresenius mit einer höheren Dividende von 0,75 Euro je Stammaktie und 0,70 Euro je Vorzugsaktie am Erfolg beteiligen.

Analysten geben Einschätzung ab

Martin Possienke von der Investmentbank Equinet äußerte sich „vorbehaltlos positiv" zu den Zahlen des weltgrößten Dialysespezialisten FMC. Vor allem die operative Marge und der Cash Flow haben den Analysten überzeugt. Kritisch fiel jedoch sein Urteil über Fresenius aus. Hier enttäusche die Infusionstherapie-Sparte Kabi mit dem Ausblick, so der Experte. Während er das FMC-Papier auf "Buy" beließ, bestätigte er zugleich sein "Reduce"-Urteil für die Fresenius-Vorzüge.

Die Unicredit beließ beide Aktien nach den Zahlen auf "Buy" und hob das Kursziel für die Fresenius-Vorzüge von 50,00 Euro auf 60,00 Euro. Zu FMC wurden die Durchschnittsschätzungen für 2009 übertroffen, so die Analysten.

Das Bankhaus WestLB äußerte sich nur zu FMC und stufte das Papier nach Bilanzvorlagen von "Add" auf "Neutral" ab. Der Ausblick für 2010 ist seines Erachtens etwas enttäuschend.

FMC: Allzeithoch im Visier

Die beiden Unternehmen gehören heute zu den stärksten Werten im DAX. Die Aktie von FMC steigt aktuell um 3,8 Prozent auf 38,50 Euro und hat somit ihr Allzeithoch bei 39,10 Euro im Blick. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke würde einen weiteren dynamischen Anstieg folgen lassen. Das Setzen eines Stoppkurses bei 29,50 Euro wäre hier ratsam.

Fresenius: Aufwärtstrend intakt

Die Fresenius-Aktie legt aktuell sogar um 4,8 Prozent zu. Das Wertpapier befindet sich seit Mitte 2009 in einem stabilen Aufwärtstrend und kletterte Mitte Januar auf ein Zwischenhoch bei 52,50 Euro. Steigt die Aktie per Tagesschlusskurs über diese Marke, besteht die Chance auf weitere Kurssteigerungen. Ein Stopp bei 44,00 Euro sichert die Position nach unten ab.  

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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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