Fresenius
- Marion Schlegel - Redakteurin

Fresenius: Chefabgang verdaut – Aktie gibt wieder Gas

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle bekommt einen neuen Chef aus Deutschland. Ab dem 1. Januar 2017 übernimmt der bisherige Vorstandsvorsitzende des Gesundheitskonzerns Fresenius, Ulf Schneider, den Posten. Er folgt auf Paul Bulcke, der den Vorsitz des Verwaltungsrats von Nestle übernehmen soll.

Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, fange Schneider schon am 1. September bei Nestle an, teilte das Unternehmen am Montag in Vevey mit. Vorgänger Bulcke wiederum soll auf der Hauptversammlung im April 2017 in sein neues Amt gewählt werden. Er beerbt Peter Brabeck-Letmathe, der sich laut Nestle nicht erneut zur Wahl stellt. Nestle hatte bisher in seiner Geschichte erst einmal einen externen Kandidaten zum Konzernchef gemacht - und zwar 1922 den Finanzexperten Louis Dapples.

Der 50-jährige Schneider hatte erst am Wochenende sein Ausscheiden bei Fresenius bekanntgegeben. Er hatte die Geschicke des Gesundheits-Spezialisten mehr als 13 Jahre gelenkt und das Geschäft dabei deutlich ausgebaut. So trieb Schneider die Übernahme einer Reihe von Kliniken des Krankenhauskonzerns Rhön-Klinikum voran.

Analysten optimistisch

Nachdem das Ausscheiden von Schneider bekannt wurde, hat die Aktie von Fresenius am Montag mit leichten Verlusten reagiert. Am heutigen Dienstag kann sich das Papier aber bereits wieder erholen. Die Aktie gewinnt 2,3 Prozent auf 63,35 Euro und erobert damit auch die wichtige 200-Tage-Linie zurück. 

Derweil haben auch einige Analysten die Aktie von Fresenius unter die Lupe genommen. Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Fresenius angesichts des Ausscheidens von Vorstandschef Ulf Mark Schneider auf "Buy" mit einem Kursziel von 70 Euro belassen. Der Wechsel im Management des Medizinkonzerns ändere nichts an seiner fundamental positiven Sicht, schrieb Analyst Gunnar Romer in einer Studie vom Dienstag.

Auch die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Fresenius nach dem angekündigten Rücktritt des Konzernchefs Ulf Schneider auf "Overweight" mit einem Kursziel von 96,20 Euro belassen. Das komme zwar überraschend, werde aber durch die Ernennung des bisherigen Finanzvorstands Stephan Sturm ausgeglichen, erläuterten die Analysten in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Sturm sei ein starker Nachfolger.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Christian Scheid | 0 Kommentare

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