Freenet
- Werner Sperber - Redakteur

Freenet: Das übersehen die Analysten noch

Die Spezialisten von Hot Stocks Europe verweisen auf den Kursrutsch um rund ein Drittel seit dem Rekordhoch aus dem vergangenen Jahr. Zudem sind auch die Zahlen von Freenet für das erste Quartal des laufenden Jahres ernüchternd ausgefallen. Der Umsatz blieb im Jahresvergleich stabil bei 749 Millionen Euro. Damit blieb das auf Mobilfunk-Dienstleistungen spezialisierte Unternehmen hinter den Schätzungen der Analysten zurück, wie auch mit dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 89 Millionen Euro und dem free cashflow von 65 Millionen Euro. Analysten halten Freenet schon seit längerem für eine reine Cash-Cow ohne Wachstumsfantasie. Das erklärt die Kursentwicklung und auch die sehr zurückhaltenden Empfehlungen der Analysten.

Allerdings vergessen die Analysten, Freenet könnte mit den jüngsten Übernahmen den Grundstein für künftiges Wachstum gelegt haben. Freenet kaufte sich 25 Prozent an Exaring, eine Firma, welche die erste vollintegrierte Plattform für IP-Entertainment Services in Deutschland entwickelt. Per Glasfaser-Infrastruktur erreicht die Plattform mehr als 23 Millionen Haushalte und könnte das Preisniveau der Konkurrenz deutlich unterbieten. Branchenkenner vermuten, Freenet hat sich vertraglich zusichern lassen, diese Beteiligung auf 51 Prozent ausbauen zu dürfen.

Die Spezialisten von Hot Stocks Europe raten vor allem langfristig ausgerichteten Anlegern zum Kauf der Aktie von Freenet. Schon alleine die jetzige Bewertung mit einem KGV von rund 12 sowie einer Dividendenrendite von sechs bis sieben Prozent lockt viele institutionelle Investoren an. Abstauber-Kurse bei der massiven Unterstützung zwischen 20 und 18 Euro wären ein Traum. Strategisch Anleger sollten bereits jetzt eine erste Position kaufen.

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