Fraport
- Markus Bußler - Redakteur

Fraport: Keine guten Zahlen

Analysten haben zwar im Vorfeld damit gerechnet, dass der Gewinn bei dem Flughafenbetreiber Fraport schwächer ausfallen wird als noch vor einem Jahr. Doch die Zahlen, die das im MDAX notierte Unternehmen heute vorgelegt hat, enttäuschen dennoch.

Unter dem Strich stand ein Gewinn von 69 Millionen Euro und damit 13 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich waren es die Kosten für die neue Landebahn, die an dem Gewinn gezehrt haben. Der Umsatz blieb mit 616 Millionen Euro hingegen fast stabil, nachdem ein Jahr zuvor der Verkauf von Grundstücken auf dem Mönchhof-Logistikgelände für einen Sondererlös gesorgt hatte. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auch wegen des schwächeren Frachtgeschäfts nun um ein Prozent auf 227 Millionen Euro zurück.

Prognose bestätigt

Von der Prognose für das Gesamtjahr will das Unternehmen deshalb aber nicht abrücken. Der Umsatz soll um fünf Prozent auf mehr als 2,5 Milliarden Euro klettern. Auch beim EBITDA soll mindestens ein Plus von fünf Prozent herausspringen. Der konsolidierte Gewinn soll auf Vorjahresniveau liegen. Im vergangenen Jahr standen hier 251 Millionen Euro zu Buche.

Die Zahlen sind schwächer ausgefallen als vom AKTIONÄR erwartet. Die Aktie steht heute unter Druck. Allerdings ist es keine Überraschung, dass Zinsen und Abschreibungen für den Flughafenausbau auf dem Unternehmen lasten. Langfristig dürfte allerdings die internationale Expansion in den Mittelpunkt rücken. DER AKTIONÄR rät bereits investierten Anlegern, ihre Position mit einem Stopp bei 40,00 Euro abzusichern.

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