Fraport
- Markus Bußler - Redakteur

Fraport: Countdown für den Streik

Die Aktie des Flughafenbetreibers Fraport dürfte heute nicht nur unter einem schwachen Gesamtmarkt leiden. Auch der bevorstehende Streik der Fluglotsen dürfte das Papier zusätzlich belasten. In Frankfurt rüstet man sich für den Arbeitskampf.

Die Fluglotsen hatten angekündigt, am Dienstag zwischen 6.00 und 12.00 Uhr die Arbeit niederlegen zu wollen. Damit könnten in Frankfurt 500 bis 600 Flüge von dem Arbeitskampf betroffen sein. „Wir stellen uns darauf ein, dass Passagiere stranden werden", sagte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Selected List

Zwar konnte sich das Papier von Fraport in den vergangenen Tagen auch dem Abwärtsstrudel nicht entziehen, dennoch sehen Analysten die Aktie weiter als Kauf. So hat die französische Investmentbank Cheuvreux den Wert auf der Selected List mit einem Kursziel von 60,50 Euro belassen. Nach Ansicht von Craig Abbott liegen die Ergebnisse aufgrund eines außergewöhnlichen Wachstums bei den Passagierzahlen deutlich über den Markterwartungen. Das Management sei auf einem guten Weg, die Umsatz- und Ergebnisziele für das laufende Jahr zu erreichen.

DER AKTIONÄR hält das Papier von Fraport ebenfalls für aussichtsreich. Allerdings sollten Anleger vor einem Neueinstieg eine Beruhigung des Marktes abwarten. Der Arbeitskampf sollte sich für Fraport nicht zum größeren Problem entwickeln. Der Streik der Fluglotsen dürfte nach derzeitigem Stand keinen Einfluss auf das Ergebnis des Konzerns haben. Die neue Landebahn, die im Herbst in Betrieb gehen soll, dürfte weiteres Wachstum generieren.

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