Vestas Wind Systems AS
von Werner Sperber - Redakteur

Franco-Nevada sowie Vestas Wind Systems und Gamesa im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Fuchs Kapitalanlagen stellt die "Gold-Bank" Franco-Nevada vor. Der Frankfurter Börsenbrief spürt viel zu viel Gegenwind an den Börsen für Vestas Wind Systems und Gamesa. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen betiteln Franco-Nevada als eine Art Gold-Bank und als führend in diesem Geschäft. Franco-Nevada kauft produzierenden Unternehmen die künftige Goldproduktion ab und finanziert diese also. Dafür kassiert Franco-Nevada Lizenzeinnahmen, sogenannte Royalties. Das Ganze ist so austariert, dass Franco-Nevada praktisch ausschließlich vom steigenden Goldpreis profitiert. Die operativen Risiken wälzt der Konzern auf die Förderunternehmen ab, die für den Auf- und Ausbau ihrer Aktivitäten regelmäßig viel Kapital benötigen. Franco-Nevada achtet auf eine breite Streuung der Risiken. Mittlerweile stammen die Royalities aus mehr als 340 Einzelprojekten. Diese liegen überwiegend in Staaten mit gefestigten politischen Systemen. Die Aktie eignet sich als höher rentierliche Alternative zu den börsennotierten Gold-Indexfonds. Das KGV für nächstes Jahr beträgt zwar hohe 34, doch Franco-Nevada hat sich in der Vergangenheit an lukrativen Großprojekten beteiligt. Wenn der Goldpreis hoch bleibt oder steigt, verdient das Unternehmen automatisch mit - unabhängig vom steigenden Produktionsaufwand. Das Kursziel beträgt 51,74 Euro und der Stoppkurs sollte bei 35,98 Euro gesetzt werden.

Änderung im Musterdepot von Fuchs Kapitalanlagen:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 300 Anteile am börsennotierten Fonds (ETF; WKN A0J C8F) auf den CRB-Rohstoffindex von Thomsen Reuters/Jefferies zu höchstens 23,50 Euro einbuchen.


Der Frankfurter Börsenbrief: Wind aus Japan oder China

Die Windkraftbranche liegt am Boden. Fallende Preise, rückläufige Einspeisevergütungen und harte Konkurrenz belasten die etablierten Anbieter von Windkraftanlagen. Die Lage ist schwierig, aber die Stimmung an den Aktienmärkten ist zu negativ. Die Experten des Frankfurter Börsenbriefes raten deshalb dazu, Anteile der spanischen Gamesa Tecnologica ab einem Kurs von 1,73 Euro mit einem Kursziel von 2,70 Euro und einem Stoppkurs von 1,42 Euro zu kaufen.

Die Aktie der dänischen Vestas Wind Systems sollte entsprechend ab Notierungen von 51,30 Euro mit einem Kursziel von 75 Euro und einem Stopp-Loss bei 39 Euro erworben werden. Vestas hat mit den jüngsten Quartalszahlen enttäuscht. Analysten geben den "fairen Wert" allerdings mit 77 Dänischen Kronen an, wobei dabei  die bekannten Negativfaktoren bereits berücksichtigt seien. Zuletzt stieg der Kurs, weil alte Übernahme-Gerüchte durch chinesische Firmen wieder aufgewärmt worden sind. Tatsächlich kostet der Weltmarktführer nicht einmal mehr eine Milliarde Euro an der Börse, was für viele Unternehmen leicht zu bezahlen wäre. Allerdings scheinen die Übernahmegespräche wohl erfolglos abgebrochen worden zu sein. Der Grund dafür könnte eine vom Management von Vestas gewünschte Zusammenarbeit mit Mitsubishi sein. Mit der Marktmacht des japanischen Konzerns kann ein neuer Aufschwung beginnen.

Die Experten und Kollegen der Actien-Börse fügen folgendes hinzu: Die Baisse bei Aktienkursen von Unternehmen aus dem Segment der erneuerbaren Energien ist weitgehend abgeschlossen. Politisch und wirtschaftlich wird die Branche nun anders gesehen. Die Politiker dürften keine wirklich neuen Risiken in ihren Gesetzen mehr beschließen. Nach dem Besuch der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in der Volksrepublik China haben die chinesischen Politiker zugesagt, den Preiskampf mit Subventionen abzuschwächen. Ergebnis offen. Vestas wird wohl eine Art Testfall werden. Zurzeit gilt Mitsubishi als Partner, allerdings werden auch zwei chinesische Konzerne gehandelt. Kein europäischer Energiekonzern wagt es, in diesen Wettstreit einzutreten. Vestas ist deshalb ein besonderer Prüfstand für die Zukunft der europäischen Windenergie. Es ist eine glatte Wette darauf, mit wem Vestas zusammenarbeiten wird und/oder als kapitalkräftigen Partner gewinnt. Vestas ist noch immer der größte unabhängige Hersteller von Windkraftanlagen und technologisch führend. Brechen die Asiaten in diesen Markt ein, ergibt sich eine wahrscheinlich deutlich veränderte Marktlage. Davon werden auch alle kleineren Wettbewerber, wie Nordex oder sogar PNE Wind, berührt.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das kurzfristig orientierte Musterportfolio haben 5.000 Anteile der Commerzbank zu 1,377 Euro eingebucht und bei 1,22 Euro abgesichert.

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