Ford
- Jochen Kauper - Redakteur

Ford startet Angriff auf Daimler, BMW und VW

Der US-Autohersteller Ford investiert in großem Stil in Elektromobilität. Der Konzern teilte am Donnerstag mit, bis 2020 zusätzliche 4,5 Milliarden Dollar (4,1 Milliarden Euro) in die Hand zu nehmen, um 13 neue Modelle mit Elektro- und Hybridantrieb zu entwickeln. Der Anteil solcher Fahrzeuge im Gesamtangebot soll von derzeit 13 auf 40 Prozent steigen. Die Offensive kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem E-Autos in den USA mit Absatzschwierigkeiten kämpfen. Der günstige Sprit an den Tanksäulen dämpft schon länger die Nachfrage. Dadurch will sich Ford-Chef Mark Fields aber nicht abhalten lassen. Für 2016 kündigte er einen neuen Ford Focus Electric mit deutlich kürzerer Ladezeit und erheblich mehr Reichweite pro Batterieladung als das aktuelle Modell an.

 

Nur BMW gut aufgestellt

Damit startet Ford auch gleichzeitig einen Angriff auf die deutschen Autobauer Daimler, BMW und VW. Deren Angebot in der Elektromobilität ist  - mit Ausnahme von BMW – überschaubar.

BMW hat sich mit dem Elektroflitzer i3 und dem Hybriden i8 gut aufgestellt. Im Jahr 2016 wird noch der i5 zur Familie der Stromer dazu kommen. VW hingegen hat bislang nur den e-up und den Golf Blue Motion im Angebot.

 

Daimler bleibt Nummer 1

Die Aktie von Ford ist mit der E-Offensive im Rücken auf jeden Fall einen Blick wert. Unter den deutschen Autobauern bleibt Daimler die Nummer 1. Wird die 200-Tage-Linie nachhaltig nach oben überwunden, gibt es ein neues Kaufsignal. Für den Fall, dass die Bundesregierung ihre Pläne zur Elektromobilität konkretisiert und eine Förderung der E-Autos, einen Ausbau der Infrastruktur etc bekannt gibt, wird die Börse die BMW-Karte spielen.

 

 

 

 

 

 

 


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