TA TRIUMPH-ADLER AG
- DER AKTIONÄR

Flieg Adler, flieg!

Kräftige Gewinnsteigerungen haben viele Vorstände für 2008 angekündigt. Doch nur wenige haben ihre Hausaufgaben derart gründlich erledigt wie Dr. Bernd Köhler, Finanzvorstand bei Triumph-Adler. Der Nürnberger Traditionskonzern steht vor einem Gewinnsprung.

Umsätze rauf, Kosten runter: Der Nürnberger Traditionskonzern Triumph-Adler steht vor einem Gewinnsprung.

Kräftige Gewinnsteigerungen haben viele Vorstände für 2008 angekündigt. Doch nur wenige haben ihre Hausaufgaben derart gründlich erledigt wie Dr. Bernd Köhler, Finanzvorstand bei Triumph-Adler. Allein der im Rahmen einer Umfinanzierung erreichte Abbau der Verschuldung beschert dem Traditionskonzern ab 2008 eine jährliche Zinsersparnis von über fünf Millionen Euro.

Die halbe Milliarde im Visier

Die Nürnberger haben jedoch noch ehrgeizigere Ziele. Neben der konsequenten Umsetzung des Effizienzprogramms TA 3 verfolgt der Dokumenten-Workflow-Spezialist eine aggressive Wachstumsstrategie. Durch die Akquisition von bis zu 30 weiteren Fachhändlern will der Vorstand bis Ende 2009 rund 75 Millionen Euro Umsatz hinzukaufen. Die Basis dafür wurde mit der jüngsten Kapitalerhöhung gelegt, die rund 27 Millionen Euro in die Konzernkassen spülte.
Im Gespräch mit dem AKTIONÄR zeigt sich Dr. Köhler denn auch zuversichtlich, bis spätestens 2010 die Umsatzmarke von 500 Millionen Euro zu überspringen. Gleichzeitig soll die operative Marge auf neun Prozent steigen.

KGV sinkt 2009 auf 5

Sehr zufrieden ist der Finanzvorstand mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Das anvisierte Umsatzziel von mindestens 400 Millionen Euro dürfte ebenso erreicht worden sein, wie ein Vorsteuerergebnis von über zehn Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Analysten mit einer Gewinnverdopplung auf mehr als 20 Millionen Euro vor Steuern. Auf Basis des vom AKTIONÄR erwarteten Nettogewinns von 14 Millionen Euro errechnet sich ein KGV von 6, das im kommenden Jahr sogar auf 5 sinkt. Einziger Schönheitsfehler in der Bilanz sind die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 120 Millionen Euro, die jährlich mit einem Aufwand von etwa 6,5 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Fazit

Noch zeigt sich die Börse zurückhaltend gegenüber Triumph-Adler. Dies dürfte sich ändern, wenn sich die positiven Effekte der Refinanzierung in den nächsten Quartalsergebnissen niederschlagen. Angesichts eines 2009er-KGVs von 5 zählt Triumph-Adler zu den AKTIONÄRs-Favoriten für 2008.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 02/2008.

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