FITBIT A
- Nikolas Kessler - Volontär

Fitbit-IPO: Konkurrent für die Apple Watch geht durch die Decke

Börsengang

Die IPO-Welle rollt weiter: Am Donnerstag hat der Fitness-Spezialist Fitbit sein Debüt an der New Yorker Börse gegeben. Das Papier ist zu Handelsbeginn über 50 Prozent nach oben geschossen und konnte die Gewinne am Freitag weiter ausbauen.

Mit 20 Dollar je Aktie lag der Ausgabepreis deutlich über der ursprünglich anvisierten Spanne von 14 bis 16 Dollar, die im Vorfeld aber bereits auf 17 bis 19 Dollar angehoben worden war. Zu Handelsbeginn am Donnerstag ist die Fitbit-Aktie dann aus dem Stand auf 30,40 Dollar nach oben gesprungen. Das kalifornische Unternehmen war damit rund sechs Milliarden Dollar wert.

Durch den Börsengang hat Fitbit rund 448 Millionen Dollar eingenommen, knapp 100 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Das Geld soll in Forschung und Entwicklung sowie mögliche Zukäufe fließen. Altaktionäre und Finanzunternehmen, die Fitbit bereits früh unterstützt hatten, erlösten gut 240 Millionen Dollar.

Im Gegensatz zu vielen anderen Startups arbeitet Fitbit klar profitabel. Im ersten Quartal dieses Jahres hat sich der Umsatz mit fast 337 Millionen Dollar mehr als verdreifacht. Der Gewinn ist auf knapp 48 Millionen Dollar geklettert,  nach nur 9 Millionen im Vorjahresquartal. Auch im vergangenen Jahr hat Fitbit bereits 131,8 Millionen Dollar verdient. Seit der Gründung im Jahr 2007 hat das Unternehmen insgesamt rund 20 Millionen Fitness-Tracker verkauft.

 

Die Konkurrenz schläft nicht

Das Unternehmen aus San Francisco ist vor allem für seine Fitness-Armbänder bekannt, hat aber auch Herzfrequenz-Sensoren und eine Sport-Uhr im Angebot. Damit steht Fitbit im wachsenden Wearable-Markt in Konkurrenz zu Apple, denn auch die jüngst erschienene Apple Watch verfügt über diverse Fitness-Funktionen und spricht einen sportlich ambitionierten Kundenkreis an. Auch die Konkurrenz in Fernost schläft nicht: Der Chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi will den Markt mit einem Fitness-Tracker für nur 15 Dollar aufrollen.

Anleger sollten nach dem anfänglichen Hype im Zuge des IPOs zunächst eine Kursberuhigung abwarten, bevor sie bei der Fitbit-Aktie zugreifen.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Werner Sperber | 0 Kommentare

Bernecker: 100 Prozent mit Fitbit möglich

Die Actien-Börse verweist auf den Werdegang von Fitbit. Mit den sogenannten Fitness-Armbändern erlöste die US-Firma beim Börsengang vor vier Jahren 76,4 Millionen Dollar. Daraus sind 1,86 Milliarden Dollar geworden, bevor alles zusammenbrach. Aus einem Börsenwert von knapp zehn Milliarden Dollar … mehr
| Bianca Wirth | 0 Kommentare

Freispruch für Fitbit – Aktie springt an

Seit mehreren Monaten liefern sich Fitbit und Jawbone einen erbitterten Rechtsstreit. Fitbit soll nicht nur Patentrechte verletzt haben, sondern auch gezielt Jawbone-Mitarbeiter abgeworben haben. Stimmt nicht, sagt jetzt eine Richterin. Die Aktie springt zu Handelsbeginn an. mehr