- Jonas Groß - Volontär

FinTechs evolutionieren den Finanzsektor

„Fintechs“ sind derzeit in aller Munde. Das Kunstwort, das aus den zwei überlappenden Wörtern Financial Technology besteht, umfasst alle modernen Technologien im Bereich der Finanzdienstleistungen. Start-ups und Unternehmen wie moneymeets oder anlagecheck.com, drängen in die Geschäftsfelder der alteingesessenen Banken und Versicherungen und verändern langsam aber sicher die Finanzszene.

Wie haben sich die Zeiten doch geändert: Früher gingen die Kunden in die Bankfilialen, wickelten dort ihre Finanztransaktionen ab und ließen sich vor Ort durch die zuvorkommenden Angestellten beraten. Der Versicherungsmakler, nennen wir ihn einmal Herr Kaiser, kam zu uns nach Hause und sagte uns, welche Versicherungspolicen wir abschließen sollten. Sicher, es gab extreme Informationsasymmetrien zugunsten des Verkäufers, aber man fühlte sich gut, denn man hatte ja einen persönlichen Ansprechpartner. Doch die Finanzbranche ist gerade dabei, sich grundlegend zu ändern.

Während der digitale Wandel Leistungen von Verlagen, Film- und Musikproduzenten längst verändert hat, evolutioniert er mittlerweile auch im Kern analoger Dienstleistungen wie Lieferdiensten, Einzel- und Lebensmittelhandel oder Hotel-und Flugbuchungen. Auch Banking selbst ist im Grunde eine Informationsdienstleistung und hätte schon längst ins digitale Zeitalter übersetzt werden können. Während aber vor einigen Jahren Banker noch genau wussten, dass die bis dato existierenden FinTech-Anbieter ihnen nicht gefährlich werden konnten, spürt man mittlerweile Neugierde, Respekt und immer häufiger Interesse an einer Zusammenarbeit mit den neuen innovativen Anbietern.


Die Bandbreite der Firmen im FinTech-Segment reicht von mobilen oder webbasierten Zahlungssystemen über mobile Kontoverwaltung bis zu Anlagekonzepten und -strategien. Die jungen Unternehmen bieten also im Prinzip Bankdienstleistungen an - jedoch ohne Banken. Sie sind schneller, transparenter, einfacher und günstiger. Dank ihnen sollen die Kunden schon bald völlig selbstverständlich Geld aus der App heraus überweisen, mit dem Handy bezahlen oder sich gegenseitig Kredite über webbasierte Portale geben. Der digitale Wandel bietet aber noch weitere entscheidende Vorteile. So haben Kunden die Möglichkeit, im Internet die unterschiedlichen Angebote zu vergleichen und auf die Erfahrungen anderer Nutzer zurückzugreifen.

Studien aus England haben ergeben, dass viele Menschen lieber zum Zahnarzt gehen, als sich mit ihren Finanzen zu beschäftigen. Disruptive Technologien führen spielerisch an diese ungeliebte Materie heran. Bei dem Kölner Start-up moneymeets beispielsweise kann man seine verschieden Depots und Versicherungen in einer Übersicht zusammenführen, Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag handeln oder sich durch den Rat der großen Finanz-Community bei seinen Anlageentscheidungen inspirieren lassen. So hat man seine gesammelten Finanzdaten und Depots gesichert und übersichtlich auf einer Plattform. Und das ist nur ein Beispiel für Fintech Start-ups. Die Zahl der Neugründungen steigt stetig und der Kreativität der Gründer sind kaum Grenzen gesetzt.

Auch Investoren setzen große Hoffnungen auf den Fintech-Boom. In den vergangenen Jahren steckten sie weltweit mehrere Milliarden Dollar in die kleinen Technologiefirmen und erhoffen sich nicht nur ordentliche Renditen von ihren Investments, sondern fördern damit gleichzeitig innovative Technologien. Nichtsdestotrotz sollte man die Banken noch nicht abschreiben: Sie engagieren sich immer mehr bei den neuen Konkurrenten oder treten gar als Investor auf. Über kurz oder lang dürfte sich also eine Symbiose zwischen den Banken und den FinTechs einstellen von dem vor allem die Verbraucher profitieren werden.


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So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen   2. Auflage

Autor: Clark, David / Buffett, Mary
ISBN: 9783864700460
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 22.11.2012
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und eBook verfügbar

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Warren Buffetts Lieblingslektüre sind bekanntlich Unternehmensabschlüsse. Aber was hat er im Laufe der Jahrzehnte wirklich aus den Tausenden Ertragsrechnungen, Bilanzen und Kapitalflussrechnungen herausgelesen, was ihn zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht hat?

Buffetts ehemalige Schwiegertochter Mary Buffett und ihr Koautor David Clark nehmen den Leser mit auf eine Reise in die Welt der Unternehmenszahlen. Als Reiseleiter fungiert Investmentlegende Warren Buffett höchstpersönlich. Der Leser erfährt, wo in den Zahlenwerken er die entscheidenden Informationen findet – dabei ist das Buch für Einsteiger verständlich und auch für vorgebildete Leser interessant.

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