- Maximilian Völkl

Finden Sie die besten Fonds!

Wissen Sie, wie gut Ihr Fonds wirklich ist? Egal, ob Sie vom AKTIONÄR, vom Bank- oder Finanzberater einen Fonds ans Herz gelegt bekommen oder selbst auf die Suche gehen - am Ende stellt sich immer die Frage nach der Qualität. Während es für vieles bereits Vergleichsrechner im Internet gibt - für Kredite, Versicherungen, DSL-Tarife, Gas- und Stromanbieter -, ist das Angebot für Fonds überschaubar.

Das Internetportal www.AnlageCheck.com schafft Transparenz im Fondsdschungel. Mit wenigen Klicks wissen Anleger sofort, ob sie einen guten Fonds im Portfolio haben oder ob sie von ihrem Berater eine Krücke untergejubelt bekamen. Stellen Sie ihren Finanzberater doch einmal auf die Probe.

Die Initiatoren Thilo Gans und Volker Hansen erläutern im Interview mit dem AKTIONÄR die Idee und die Vorzüge ihrer kürzlich gestarteten Fondsvergleichsplattform.

 

Interview mit Dr. Thilo Gans von www.AnlageCheck.com

„Kunden brauchen Alternativen“

DER AKTIONÄR: Herr Gans, Sie haben bereits Vergleichsrechner für Energie, Telekommunikationsprodukte und Versicherungen aufgebaut und vermarktet. Wieso jetzt Fonds?

Dr. Thilo Gans: Der Diplom-Volkswirt ist Unternehmensberater und Dozent, der auf E-Business spezialisiert ist. Er hat bereits bei Vergleichsportalen für Energie, Versicherungen und Telekommunikationsprodukte gearbeitet. Darüber hinaus hat er mit einer eigenen Firma einen Vergleichsrechner für Kredite entwickelt. Seit März 2015 leitet er das Projekt AnlageCheck.

Thilo Gans: Niedrige Zinsen haben Tages- und Festgeld uninteressant gemacht. Die Kunden brauchen Alternativen. Fonds sind da außerordentlich spannend. Nur muss man wissen, welcher Fonds wirklich gut ist. Das kann man mit AnlageCheck sehr schnell herausfinden.

Was qualifiziert Sie, ein Finanzprojekt zu leiten, wobei Sie doch mit dieser Materie bislang eher wenig in Berührung gekommen sind?

Produktseitig qualifiziert mich erst mal wenig als Projektleiter für AnlageCheck, obwohl ich von Haus aus Volkswirt bin. Seit meinem Studium haben mich Finanzmärkte eher wenig interessiert. Aber zum einen war ich auch kein Energie-, Telekommunikations- oder Versicherungsexperte, bevor ich mich den jeweiligen Themen zugewandt habe und mein Wissen stetig ausbauen konnte. Zum anderen sitze ich ja auch nicht alleine hier. Wir haben ein Team mit ausgesprochenen Marktexperten. Ich vertrete eher den Laien. Meine Aufgabe liegt darin, für Otto-Normal-Verbraucher quasi zu übersetzen. Das heißt, einen komplizierten und schwer zu durchschauenden Markt mit einfachen Mechanismen transparent zu machen. Genauso wie es bereits für andere Produkte erfolgreich praktiziert wurde. Unser Ziel ist es ja, wirklich jeden anzusprechen. Anlageexperten, aber auch diejenigen, die sich bis jetzt nicht getraut haben, einen Fonds zu kaufen, weil sie den Markt einfach nicht überblicken.
Sie können sich sicher sein, dass ich in Zukunft auch in Fonds anlegen werde. Und ich hoffe, dass sich viele anschließen werden, denen es in der Vergangenheit so ging wie mir und die aufgrund fehlender Transparenz lieber in andere Produkte investiert haben.

Wo sehen Sie den größten Unterschied zu anderen Vergleichsrechnern?

In erster Linie ist natürlich bei jedem Rechner das Produkt ein anderes und hat seine eigenen Herausforderungen: Energie, Telekommunikationsprodukte, Versicherungen oder jetzt Fonds. Darüber hinaus können wir aber bei Fonds unser Rechnerergebnis nicht einfach über Preise oder Zinssätze ordnen. Damit würden wir wenig Mehrwert für die Kunden kreieren. AnlageCheck ermög¬licht zwar den Vergleich über die Performance. Wesentlich aussagekräftiger ist aber unser eigenes Bewertungssystem, das AnlageCheck-Ranking.

Wie setzt sich das AnlageCheck-Ranking zusammen?

Neben der Performance fließt hier auch die Volatilität mit ein, das heißt: Wie stark schwankt der Kurs eines Fonds im Laufe der Zeit? Je größer die Schwankungen sind, vor allem nach unten, desto schlechter wird ein Fonds bewertet.

Mit welchen Kosten ist das Ganze für den Nutzer verbunden und welche Voraussetzungen muss man als Nutzer mitbringen?

Unsere Dienstleistung ist für den Kunden kostenfrei. Andere Voraussetzungen sind nicht nötig, außer natürlich ein Internetanschluss. AnlageCheck ist rein intuitiv gestaltet. Sie brauchen keine Ausbildung und auch kein Studium.

Was wollen Sie mit dem Portal erreichen?

Wir wollen den Markt transparent machen. Jeder soll schnell und einfach seinen Fonds finden. Wenn sich jetzt Otto-Normal-Anleger hinsetzt und gerne investieren möchte, hat er ja keine Ahnung, wie und wo. Er weiß nicht, ob er seinem Bankberater trauen kann. Er hat gehört, dass die ja sowieso nur ihre eigenen Produkte verkaufen möchten. Jetzt kann er selbst aktiv werden und 28.000 Fonds mit einem Klick vergleichen. Außerdem kann er testen, wie gut die Produkte wirklich sind, die ihm sein Bankberater verkaufen will. Da wird so mancher Berater ins Schwitzen kommen.

Ist AnlageCheck ein reines Vergleichsportal oder kann man dann auch direkt mit dem Handel loslegen?

Selbstverständlich. Das geht auch sehr schnell und komfortabel.

 

Interview mit Volker Hansen von www.AnlageCheck.com

 „Unsere Ergebnisse überraschen“

DER AKTIONÄR: Herr Hansen, geben Sie uns doch bitte etwas Einblick, wie Ihr Fondsvergleichsportal funktioniert.

Volker Hansen: Der Diplom-Kaufmann und Geschäftsführer von AnlageCheck.com studierte in Frankfurt an der Goethe Universität und arbeitete für eine schwedische Großbank in Stockholm, London und Frankfurt.

Volker Hansen: Aus rund 28.000 Fonds berechnen wir über die Kursentwicklung und Kursvolatilität unser AnlageCheck-Ranking, kurz AC-Ranking. Die Fonds mit dem höchsten Ranking, nahe der 100-Punkte-Marke, erhalten die Note exzellent. Ähnlich wie beim Schulnotensystem sind ein paar Fonds überdurchschnittlich, viele tummeln sich dann um die Noten durchschnittlich und unterdurchschnittlich und für die extremen Underperformer vergeben wir dann auch die Note mangelhaft.

Wie schaffen Sie Transparenz beim Fondsvergleich? Und was macht AnlageCheck.com anders als die anderen Vergleichsportale?

Wir sind ein neutrales Portal und benutzen ausschließlich die Daten, die ein Fonds publizieren muss. Wir unterscheiden uns auch stark von anderen Vergleichsportalen, denn in unserem Fondsbewertungsalgorithmus vermeiden wir unnötige Komplexität. Nahezu alle anderen Marktteilnehmer lassen viel zu viele, sogar widersprüchliche, Faktoren einfließen. Wir unterscheiden dabei zwischen harten Fakten und weichen Fakten. Bei uns spielen Name oder Größe eines Fonds beispielsweise keine Rolle.

Was meinen Sie mit harten und weichen Fakten?

Die harten Fakten sind Risiko und Erfolg. Mit Erfolg meine ich die Kursentwicklung. Das Risiko bemessen wir anhand der Stärke der Kursschwankungen, die wir in unserem AC-Ranking-Algorithmus entsprechend abstrafen. Weiche Fakten, wie zum Beispiel bester Fondsmanager, Nachhaltigkeit, solide langjährige Performance oder Alter des Fonds, zeigen wir in Form von Medaillen als Erfolg des Fonds an.

Das klingt an sich schon etwas technisch. Muss ein Anwender Finanzwissen oder Börsenkenntnisse mitbringen?

Nein, benötigt er nicht. Hilfreich wäre es, wenn er ein Gefühl für seine Risikoeinstellung hat.

Wenn ich nun einen interessanten Fonds gefunden habe und erwerben möchte, was genau kann ich dann tun?

Das ist sehr einfach. Bereits im Suchergebnisfenster finden Sie das grün hinterlegte Feld „anlegen“. Ein Klick und sie gelangen zur Seite mit unseren angeschlossen Banken.
Haben Sie dort bereits ein Depot, dann nur noch einloggen. Wir übermitteln die Fonds-WKN mit Handelsplatz in die Handelsmaske Ihrer Bank und mit einem weiteren Klick können sie dann Ihren Fonds erwerben. Sollten Sie noch kein Depot haben, empfehlen wir Ihnen, eines bei einem unserer Handelspartner zu eröffnen.


In meinem Depot liegt bereits ein – von meinem Bankberater empfohlener – Aktienfonds. Was muss ich tun, um diesen zu vergleichen und was erwartet mich dann? Eine böse Überraschung womöglich?

(Lacht.) Ja, durchaus möglich. Probieren Sie es doch mal einfach aus. Sobald Sie im Sucheingabefeld den Namen oder die WKN oder auch ISIN des Fonds eingeben oder alternativ auch über den Namen des Fondsmanagers suchen, erhält man sofort einen Vergleich seines Fonds mit allen anderen der gleichen Kategorie, die wir Peergroup nennen. Der Anwender sieht direkt, auf welchem Platz sein Fonds rangiert.
Im angezeigten Preischart wird sein Fonds mit dem besten sowie weiteren ausgewählten Fonds und Finanzinstrumenten wie Warren Buffett, DAX oder Gold verglichen.

Welches sind Ihre ersten Erfahrungen mit dieser Plattform? Gibt es bei Ihnen überraschende Ergebnisse?

Ja, klar. Allzu viel über unsere Untersuchungen möchte ich an dieser Stelle vorab noch nicht preisgeben. Ich kann Ihnen aber sagen, dass ich sehr über die Qualität der ETFs im Vergleich zu gemanagten Fonds erstaunt bin und dass mich das Ergebnis des Vergleichs teurer Fonds versus billiger Fonds überrascht hat. Auf jeden Fall werden wir bald einige interessante Ergebnisse unserer Recherchen veröffentlichen.

 

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