Deutz
- DER AKTIONÄR

Finanzspritze ins Getriebe

Und wieder eine Bestätigung, dass die deutsche Wirtschaft weiter brummt: Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Mai 2007 um 18 Prozent über dem Orderniveau des Vorjahres. Bei der Auslandsnachfrage gab es laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Statt vier soll die Branche im Jahr 2007 neun Prozent zulegen.

Eine Schuldverschreibung brachte dem Motorenhersteller Deutz mehr Geld als erwartet. Davon sollten auch Anleger profitieren, denn große Teile fließen in das Unternehmenswachstum.

Und wieder eine Bestätigung, dass die deutsche Wirtschaft weiter brummt: Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Mai 2007 um 18 Prozent über dem Orderniveau des Vorjahres. Bei der Auslandsnachfrage gab es laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Statt vier soll die Branche im Jahr 2007 neun Prozent zulegen.

Neues Vertrauen

Da kann Deutz locker mithalten: sechs bis zehn Prozent Wachstum plant der Hersteller von Motoren für Lastwagen, Arbeits- und Landmaschinen für das laufende Jahr. Analysten trauen dem Traditionsunternehmen sogar bis zu 16 Prozent zu und empfehlen das Papier mehrheitlich zum Kauf. Das ist neu, denn noch im Mai haben die Kölner beim operativen Ergebnis enttäuscht. Zudem zeigten sich die Börsianer verunsichert, weil Vorstandsvorsitzender Gordon Riske, nachdem er Deutz erfolgreich saniert hat, noch in diesem Jahr seinen Posten aufgeben wird. Doch der jüngste Geldregen hat scheinbar die Trendwende eingeleitet: Die Nachfrage nach einer Schuldverschreibung des Konzerns in den USA war so hoch, dass statt der geplanten 150 Millionen Dollar 274 Millionen Dollar in die Kassen flossen. Neben der Reduzierung der Pensionsrückstellungen wird ein erheblicher Teil in das chinesische Joint Venture Deutz Dalian sowie den Ausbau weiterer Kapazitäten gesteckt.

Starke Nachfrage

Das ist auch nötig, denn die Nachfrage nach Deutz-Motoren ist hoch – im ersten Quartal stieg der Auftragseingang gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 30 Prozent. Der positive Trend dürfte anhalten, zumal sich das weltweite konjunkturelle Umfeld nach wie vor von der positiven Seite zeigt. Die Umsatzziele sollten also locker erreicht werden, ebenso die anvisierte EBIT-Marge von sieben Prozent. Der Gewinn dürfte überproportional zulegen. Nicht umsonst hat der Vorstand für das Jahr 2007 mit 0,10 bis 0,15 Euro die erste Dividende seit 20 Jahren vorgeschlagen.

Boden erreicht

Nach dem Kursrutsch seit Anfang Mai hat das Deutz-Papier scheinbar den charttechnischen Boden gefunden. Für einen nachhaltigen Dreh sprechen auch die operativen Aussichten. Das 2008er-KGV von 12 spiegelt diese Entwicklung nicht wieder. Die Deutz-Aktie eignet sich daher nicht nur für Anleger mit Traditionsbewusstsein.

Kursziel für Deutz: 14,00 Euro. Stopp: 7,80 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 31/2007.

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