VISA
- Andreas Deutsch - Redakteur

FIFA-Skandal: Visa gewinnt gegen Blatter - 560-Prozent-Aktie vor dem Ausbruch

FIFA-Top-Sponsor Visa hat den Rückzug von FIFA-Präsident Joseph Blatter begrüßt. Blatters Entscheidung sei „ein wichtiger erster Schritt, um das öffentliche Vertrauen wieder aufzubauen“. Unterdessen steht die Visa-Aktie vor einem starken Kaufsignal.

Der Rücktritt Blatters zeige, dass die FIFA eingesehen habe, dass fundamentale Reformen notwendig seien, gab Visa bekannt. "Wir erwarten, dass die FIFA sofort Maßnahmen ergreift, um sich mit den Problemen innerhalb der Organisation zu befassen." Es gehe um Transparenz, Integrität und Fair Play.

Beide Unternehmen hatten den Druck auf die FIFA nach dem neuerlichen Skandal um Korruptionsvorwürfe in der vergangenen Woche erhöht. Visa hatte am Donnerstag gedroht, sein Sponsoring zu überdenken.

Blatter hatte am Dienstag - nur vier Tage nach seiner Wiederwahl - überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Der 79 Jahre alte Schweizer, seit 1998 an der FIFA-Spitze, steht wegen Korruptionsskandalen innerhalb der Organisation massiv in der Kritik.

China öffnet sich

Neben Blatters Rücktritt gibt es noch eine weitere positive Nachricht für Visa. China hat am Montag seinen Markt für ausländische Kreditkartenanbieter geöffnet. Der chinesische Markt wächst seit Jahren stark und hat immer noch riesiges Potenzial. Im vergangenen Jahr bezahlten die Chinesen insgesamt Waren und Dienstleistungen im Wert von 6.800 Milliarden Dollar – eine Steigerung von einem Drittel gegenüber 2013.

Kaufsignal voraus

Die charttechnische Situation bei Visa ist nahezu identisch mit der beim großen Konkurrenten Mastercard: Das Warten auf den Ausbruch aus dem Seitwärtstrend geht weiter. Knackt die Aktie, die seit dem Börsengang 2008 560 Prozent zugelegt hat, den Widerstand bei 70,69 Dollar, wäre dies ein ganz starkes Kaufsignal. Investierte Anleger bleiben dabei und setzen den Stopp bei 49 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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