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- Andreas Deutsch - Redakteur

Fed und die Zinsen: Nichts Genaues weiß man nicht

Die US-Notenbank hat sich die Tür für eine Leitzinsanhebung im Dezember offen gelassen. Den von vielen Anlegern erwarteten klaren Hinweis blieb die Notenbank aber schuldig.

Man werde überprüfen, ob eine Leitzinsanhebung "auf dem nächsten Treffen" angemessen sei, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar zur Zinsentscheidung. Die internationale Lage wird nicht mehr so kritisch gesehen. Die Entscheidung sei von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Die Fed sieht weiterhin ein moderates Wirtschaftswachstum. Diese Aussage wurde von den Märkten besonders beachtet, da zuletzt eine Reihe von Wirtschaftsdaten enttäuscht hatten. Die noch im September gemachte Aussage, dass die internationale Entwicklung das Wachstum "etwas belastet könnte", wurde nicht mehr wiederholt. Die schwache Entwicklung in den Schwellenländern war zuvor von Fed-Vertretern als Grund für die zögerliche Haltung genannt worden.

Die neuen Aussagen der Fed seien wichtig, da sie sich offenbar weniger Sorgen um die Entwicklung der Weltwirtschaft mache, kommentierte Joseph LaVorgna, Volkswirt bei der Deutschen Bank. Offenbar sehe man auch weniger Gefahren an den Finanzmärkten.

Am Arbeitsmarkt habe sich der Beschäftigungsaufbau „verlangsamt“ und die Arbeitslosenquote sei zuletzt „stabil geblieben“, hieß es in dem Fed-Kommentar weiter. In der September-Erklärung war noch von „soliden Stellenzuwächsen“ und „sinkender Arbeitslosigkeit“ die Rede gewesen. Die US-Wirtschaft hatte im September mit 142.000 neuen Stellen deutlich weniger neue Arbeitsplätze geschaffen als erwartet.

DAX im Plus

Der DAX reagiert auf die Aussagen der Fed am Donnerstagmorgen positiv. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,6 Prozent höher auf 10.891 Punkte. Zur Wochenmitte hatte der DAX bereits um 1,31 Prozent zugelegt und wieder Kurs auf die Marke von 11.000 Punkten genommen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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