CURAGEN CORP. DL-,01
- DER AKTIONÄR

Fast perfekt

Für kleine Biotechnologie-Gesellschaften sind nicht nur ein gutes Forschungsteam oder eine aussichtsreiche Produktpipeline entscheidend, auch die entsprechenden Partner sind von enormer Bedeutung. Curagen hat vieles, was eine gute Biotechfirma ausmacht. Es fehlt lediglich ein Medikament in Phase III. Mit Velafermin ist jedoch ein heißer Anwärter in der Pipeline.

Curagen hat vieles, was eine gute Biotechfirma ausmacht. Es fehlt lediglich ein Medikament in Phase III. Mit Velafermin ist jedoch ein heißer Anwärter in der Pipeline.

Für kleine Biotechnologie-Gesellschaften sind nicht nur ein gutes Forschungsteam oder eine aussichtsreiche Produktpipeline entscheidend, auch die entsprechenden Partner sind von enormer Bedeutung.

Fortgeschrittene Testphasen

Curagen verfügt über alle drei Faktoren. Das Unternehmen, das sich auf Medikamente zur Behandlung von Krebs und Nierenerkrankungen spezialisiert hat, hat zahlreiche interessante Produkte in seiner Pipeline. Mehrere Präparate befinden sich in fortgeschrittenen Entwicklungsstufen. Bei Velafermin zur Vorbeugung und Behandlung oraler Mukositis laufen bereits Tests in Phase II. Mukositis ist eine sehr häufig auftretende Nebenwirkung intensiver Krebstherapien. Die letzten Ergebnisse mit Velafermin waren vielversprechend, die nächsten Daten werden voraussichtlich im dritten Quartal 2007 veröffentlicht.

Namhafte Partner

Aber auch die Liste der Kooperationspartner, zu der beispielsweise Bayer und Roche zählen, spricht für Curagen. Zusammen mit Bayer arbeitet Curagen an der Entwicklung eines niedermolekularen Wirkstoffs zur Therapie von Stoffwechselstörungen. Das Potenzial wäre riesig: Expertenschätzungen zufolge werden davon innerhalb der kommenden zehn Jahre eine Viertelmillion Menschen betroffen sein. Roche fungiert als Vertriebspartner für eine neuartige Technologie für Genomsequenzierungssysteme, die Curagen durch die Mehrheitsbeteiligung an 454 Life Science erworben hat. Das Verfahren, das um ein Vielfaches schneller ist als die herkömmliche Methode, ermöglicht die Entschlüsselung einzelner Teile des menschlichen Erbguts.

Spekulativ kaufen

Curagen hat zahlreiche aussichtsreiche Produkte in seiner Pipeline sowie hochkarätige Partner an seiner Seite. Derzeit ist Curagen mit 237 Millionen Dollar an der Börse kaum höher bewertet als die reinen Cash-Reserven von zuletzt 181 Millionen Dollar. Zwar besteht das Risiko, dass es ein Medikamentenkandidat nicht bis zur Marktreife schafft, dafür bietet Curagen aber spekulativen Anlegern überdurchschnittliche Chancen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 49/2006.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV