M.A.X. Automation
- DER AKTIONÄR

Fast für lau

Die Aktie der Düsseldorfer M.A.X. Automation AG gehört zu den Werten, die im Schatten der Großen stehen. Das hindert das Papier jedoch nicht daran, sich hervorragend zu entwickeln. Seitdem der Aktionär die Aktie des Spezialisten für Industrieautomation und Maschinen-Anlagenbau vor etwa einem Jahr empfohlen hat, legte die Aktie knapp 60 Prozent zu.

Die Aktie der M.A.X. Automation AG ist unter den deutschen Nebenwerten ein echter Geheimtipp, den es zudem nahezu zum Nulltarif gibt.

Die Aktie der Düsseldorfer M.A.X. Automation AG gehört zu den Werten, die im Schatten der Großen stehen. Das hindert das Papier jedoch nicht daran, sich hervorragend zu entwickeln. Seitdem der Aktionär die Aktie des Spezialisten für Industrieautomation und Maschinen-Anlagenbau vor etwa einem Jahr empfohlen hat, legte die Aktie knapp 60 Prozent zu, zwischenzeitlich betrug das Plus 100 Prozent. Von vielen Anlegern nahezu unbemerkt hat das Management um Vorstand Bernd Priske aus einer vor der Insolvenz stehenden Beteiligungsgesellschaft eine echte Mittelstandsperle geformt, die sehr profitabel arbeitet und stattliche Cashflows generiert.

Wachstum durch Zukäufe

Im vergangenen Jahr setzten die Düsseldorfer 157 Millionen Euro um und erzielten einen Nettogewinn von 5,6 Millionen Euro. Dabei summierte sich der Free Cashflow auf knapp sechs Millionen Euro. Die erfreuliche Geschäftsentwicklung setzte sich im ersten Quartal 2006 fort: Der Umsatz kletterte um 38 Prozent auf 41,6 Millionen Euro und der Gewinn (aus fortgeführten Geschäftsbereichen) sogar um 77 Prozent auf 1,2 Millionen Euro. Diese Wachstumsraten lassen sich zwar nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen, so Bernd Priske im Gespräch mit dem Aktionär. Dennoch denkt das Unternehmen nach den Jahren der Sanierung wieder an Wachstum durch strategische Beteiligungskäufe im Bereich Industrieautomation. „Wir wollen den Umsatz bis 2008 deutlich über 200 Millionen Euro heben“, zeigt sich Priske zuversichtlich. Eine konkrete Prognose für das laufende Jahr ließ er sich jedoch nicht entlocken. Der Aktionär rechnet mit rund 168 Millionen Euro Umsatz und einem Gewinn je Aktie von 0,25 Euro.

Wertvolle Tochter

Wie schon im letzten Jahr ist bei M.A.X. im ersten Quartal der Umweltbereich besonders gut gelaufen. Priske: „Wir haben bereits im letzten Jahr im Umweltbereich eine dynamische Entwicklung erfahren und diese Dynamik hält in diesem Jahr an.“ Als Wachstumsgarant entpuppt sich dabei die auf Anlagen für Recycling und Abfallverwertung spezialisierte hundertprozentige Tochter Vecoplan, die 2005 etwa 70 Millionen Euro umgesetzt hat, bei einer EBIT-Marge von schätzungsweise zehn Prozent. Vecoplan, davon zeigt sich Priske überzeugt, wiegt den derzeitigen Börsenwert von 64,6 Millionen Euro der M.A.X. Automation AG mehr als auf. Dennoch ist ein Komplettverkauf für den Vorstand undenkbar, er bevorzugt die Weiterentwicklung dieses Assets.

Echtes Geschenk

Gesteht man der M.A.X.-Tochter Vecoplan eine – gerechtfertigte – Bewertung mit dem einfachen Umsatz zu, erhalten Anleger die restlichen profitablen Einheiten, für die Priske mittelfristig eine EBIT-Marge von zehn Prozent anpeilt, fast geschenkt. Langfristig orientierte Anleger sollten sich die mit einem 2007er-KGV von 7 ausgesprochen günstig bewertete Aktie nicht entgehen lassen.

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