Facebook
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Facebook-Zahlen: Findet Zuckerberg endlich ein paar Freunde?

Mit dem verpatzten Börsengang und den Zahlen für Q2 hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg das Vertrauen der Investoren aufs Äußerste strapaziert. Heute bekommt der Selfmade-Milliardär eine Chance auf Wiedergutmachung. Es könnte seine letzte sein.

Schwach in den Handelstag gestartet, doch jetzt legt die Aktie von Facebook zu. Ein paar Stunden bevor das größte soziale Netzwerk seine Bücher öffnet und über Q3 berichtet steigt der Kurs in New York um 0,9 Prozent auf 19,51 Dollar. Die Anleger bringen sich in Position und wie es scheint, rechnen sie mit einem Ergebnis zumindest im Rahmen der Erwartungen. DER AKTIONÄR gibt einen Überblick.

Worauf es wirklich ankommt

Analysten rechnen laut Yahoo Finance mit 1,23 Milliarden Dollar beim Umsatz und 0,11 Dollar/Aktie beim Gewinn. Die Werte stellen das Minimum dessen dar, was Mark Zuckerberg liefern muss, damit der Aktienkurs nicht abschmiert.

Wie es sich anfühlt, wenn die Anleger ihre Papiere unkontrolliert in den Handel werfen, weiß Zuckerberg zur Genüge. Seit dem IPO im Frühjahr hat sich der Aktienkurs in etwa halbiert. Rund 50 Milliarden Dollar an Börsenwert haben sich in Luft aufgelöst.

Obwohl Facebook im letzen Monat die Marke von einer Milliarde Nutzern geknackt hat, läuft es für den Konzern nicht rund. Der Grund: Die Kunden nutzen das Netzwerk zunehmend über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet-PCs. Für diese Art der Hardware fehlt Facebook, das den bei weitem größten Anteil seiner Erlöse mit Online-Werbung erzielt, bislang aber die passende Strategie.

Wer kommt zur Party, Freunde oder Bären?

Die Investoren werden am Abend also nicht nur genau auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung schauen, sondern zudem darauf warten, dass ihnen Zuckerberg von Fortschritten bei der Monetarisierung der Mobile-Plattform berichtet.

Gelingt es ihm, könnte er ein paar Freunde gewinnen - andernfalls dürften die Bären ein weiteres Fest feiern.

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