Facebook
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Facebook vor Zahlen – das wollen Anleger jetzt sehen

Facebook - Die größte Online-Community der Welt.

Die Ergebnissaison an der Wall Street nimmt Fahrt auf, doch die bislang von Publikumslieblingen wie Google oder auch Apple veröffentlichten Zahlen haben die Investoren enttäuscht. Am Abend bietet sich Facebook nun die Möglichkeit, es besser zu machen und allen zu beweisen, dass der Konzern in einer eigenen Liga spielt. Doch wie gut stehen die Chancen auf eine positive Überraschung?

Ist gut gut genug?

Die Q1-Prognosen der Analysten für Facebook sehen einen Umsatzanstieg von 49 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar vor. Der Gewinn je Aktie (EPS) soll in derselben Größenordnung auf 0,62 Dollar zulegen.

Am Vorabend hat der Kultkonzern Apple die Wall Street mit seinen Zahlen enttäuscht. Die Reaktion fiel heftig aus und die Aktie brach am Mittwoch um zweitweise acht Prozent im Kurs ein. 

Will Mark Zuckerberg nicht ebenfalls Schiffbruch an der Börse erleiden, wird es kaum ausreichen, dass Facebook lediglich Zahlen im Rahmen der Erwartungen abliefert – zumindest eine kleine positive Überraschung darf es schon sein.

Die Chancen hierfür sind nicht schlecht: Laut FactSet verfehlte das Soziale Netzwerk lediglich einmal seit dem Börsengang 2012 die Vorgaben der Analysten. In den vergangenen vier Quartalen übertraf der Konzern die Schätzungen regelmäßig.

Doch auch der Ausblick muss stimmen: Hier (für Q2) lauten die Schätzungen auf 5,91 Milliarden Dollar und 0,72 Dollar je Aktie.

Abgesehen vom reinen Zahlenwerk richtet sich der Blick der Investoren auf die Entwicklung verschiedener Kennziffern, darunter die Nutzerzahlen. Zuletzt nutzten 1,1 Milliarden Menschen Facebook täglich (DAU), 1,59 Milliarden besuchten die Plattform zumindest einmal im Monat (MAU).

Was die VR-Sparte bei Facebook betrifft, erhofft sich der Markt ebenfalls erste Details zum im Frühjahr erfolgten Verkaufsstart der Oculus VR-Brille. Der Hype um das Thema Virtuelle Realität ist enorm, jetzt kommt es darauf an, wie die knapp 600 Dollar teure Hardware vom Publikum angenommen wird.

Fazit: Die hohe Korrelation zwischen Google und Facebook bei der Entwicklung der Online-Werbeeinnahmen spricht zwar für ein solides Geschäftsergebnis. Einen "Blowout" wie in den letzten Quartalen gezeigt, wird es vermutlich aber nicht geben. DER AKTIONÄR empfiehlt investierten Anlegern, gelassen und dabei zu bleiben. Vor einem Neueinstieg vor den Zahlen raten wir aufgrund des fehlenden Gewinnpolsters jedoch ab.

Hinweis: DER AKTIONÄR twittert die Q1-Zahlen von Facebook live ab circa 22.00 Uhr 

 

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| Benedikt Kaufmann | 0 Kommentare

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